Scientainment
00:00:00: Der Durchblick
00:00:01: wird unterstützt
00:00:02: von Gebert
00:00:03: Räufstiftig.
00:00:06: Wie sicher ist die Schweiz eigentlich noch?
00:00:08: Schiesserei am Array zu Aarau, eine Messerattacken-Zwintentour, ein Postauto-Brandeskerz und einen schrecklichen Brandskromontan Asilfester.
00:00:17: Dieses Jahr ist die Stadt der Schweiz beregt von schrecklicher Ereignisse unglaubliche Tragödie und vielen Toten.
00:00:23: So viel Leid und Ehländ in der doch so sicheren Schweiz.
00:00:27: Bröckle das Bild von der idyllischen und sicheren Schweiz wird unseres Leben immer gefährlicher!
00:00:35: Durchblick, die Wissenschaft hinter den Schlagzeilen.
00:00:43: Mein Name ist Yasmin Wärndly Und wenn ich auf diese tragische Erreignisse von diesem Jahr schaue, dann verwitsche ich mich häufig beim Gedanken Das passiert doch nur im Ausland.
00:00:52: So gefahren basiert weit weg von hier Doch sicher nicht in der sicherer Schweiz.
00:00:57: Doch ist sie überhaupt noch so sicher?
00:01:00: Diese Fragen stellen sich an viele Schweizer.
00:01:02: Eine Umfrage von diesem Jahr zeigt nämlich, die Schweizer Bevölkerung fühlt sich so unsicher wie seit zwanzig Jahren nicht mehr.
00:01:08: Doch ist das Gefühl berechtigt, leben wir gefährlicher als vor zwanziger Jahren oder ist es einfach unser Empfinden, wo es anders ist?
00:01:16: Zum diese Frage klären werde ich heute mit dem Kriminalog und Gewaltforscher am Dirk Bayer.
00:01:23: Grüezi Herr Bayer, herzlich willkommen im Durchblick!
00:01:25: Einen schönen guten Tag Frau Wernley.
00:01:27: Jetzt eine Umfrage von Anfang im Jahr zeigt, dass sich die Schweizer bei der ENA sehr oder sicher fühlen.
00:01:33: Aber den Anteil der Personen, die sich unsicher fühlen, sind seit der letzten Messe von zehn Jahren um vier Prozent auf achtzehn Prozent gestiegen und somit ist das Sicherheitsgefühl anscheinend zu tief seit zwanzig Jahren nicht mehr.
00:01:47: Ist das Gefühl berechtigt?
00:01:48: Ist die Schweiz tatsächlich unsicher geworden oder fühlt es sich nur so an?
00:01:53: Es ist deshalb schwierig zu sagen So Gefühle, unsere Sicherheitsgefühle.
00:01:58: Das ist was Subjektives.
00:02:00: Das sind Wahrnehmungen die dahinter stecken und die kann man nicht einfach so beiseite schieben und sagen das stimmt ja alles nicht.
00:02:07: Die Menschen nehmen es so wahr.
00:02:08: Man könnte sie kontrastieren.
00:02:10: diese Wahrnehnung Und ich habe da ganz gern zwei Zahlen parat Eine Kontrastierung kann sein dass man schwere Gewalt Im Straßenverkehr erlebt, getötet wird oder schwer verletzt wird ist viermal höher das Risiko als dass man von der Straftatschweregewalt erlebt.
00:02:26: Oder eine andere Zahl muss in der Schweiz dreitausend Jahre leben um einmal ne schwere Gewalttat erfohren zu müssen.
00:02:33: So selten ist die Wahrscheinlichkeit schwerer Gewalt zu erleben, aber das kommt alles nicht gegen Gefühle an und die Menschen nehmen es zur Zeit wahr – das ist ja nicht nur in der Schweiz, sondern auch international so ein bisschen die Lage, dass eine schlechte Stimmung herrscht.
00:02:47: Und diese legt sich dann aufs Sicherheitsgefühl.
00:02:49: Die Umfrage wurde vor den vielen schrecklichen grossen Ereignissen gemacht, die wir jetzt in der Schwyze haben.
00:02:54: Was glauben Sie?
00:02:55: Wenn man die Umfrage heute machen würde, werden Werte noch schlechter?
00:02:59: Ich würde davon ausgehen, dass der Wert noch schlechter ausfallen würde und zwar deshalb weil sowas wie Aarau noch in dem Köpfen ist.
00:03:07: Ist noch ganz ganz frisch und wir wissen... So was hält durchaus vierzehn Tage, vier Wochen an und verringert das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung.
00:03:17: Danach kehrt es aber wieder so ein bisschen zu einem Ausgangsniveau zurück.
00:03:21: Also die Menschen sind dann auch so dass sie nicht ewig lang sich Gedanken machen können und Ängste haben können.
00:03:27: Sondern wir müssen alle funktionieren Wir müssen alle auf Arbeit!
00:03:29: Wir müssen alles reisen unterwegs sein Und dann hilft uns das natürlich nicht permanent Angst zu haben.
00:03:36: Von daher nimmt das dann auch wieder ab, aber wenn man heute die Umfrage macht würde ich davon ausgehen dass es sich wahrscheinlich ein Viertel unsicher fühlen
00:03:43: würde.".
00:03:44: Aber was sagt denn so diese wissenschaftliche Datenlage über Entwicklung von Gewaltenkriminalität in der Schweiz?
00:03:49: Hat dich zugenommen?
00:03:51: Also wenn wir uns die letzten zwanzig dreißig Jahre in der schweiz anschauen, haben wir eigentlich eine ganze Reihe positiven Nachrichten und die Wahrscheinlichkeit getötet zu werden in der Schweizer hat sich etwa halbiert In dieser Zeit.
00:04:03: Auf Wohnungseinbrüche, die uns auch immer wieder Sorgen machen sind deutlich zurückgegangen in der Zeit.
00:04:08: Körperverletzungen sind zurück gegangen also auf großer Breite eigentlich positive Nachrichten.
00:04:13: Die kommen nicht an in der Bevölkerung, weil Einzeldelikte natürlich immer wieder am Zentrum stehen.
00:04:19: Gleichzeitig wäre es nicht ganz fair zu sagen alles läuft gut.
00:04:21: Natürlich gibt es auch Bereiche die nicht so gut laufen insbesondere alles was im Cyberraum stattfindet, Cyberkriminalität Betrugsdelikte nehmen zu.
00:04:31: von daher gibt das etwas zu tun.
00:04:33: aber gerade so in dem Gewaltbereich der uns beschäftigt sind die Nachrichten eigentlich positiv.
00:04:38: Aber Sie haben gesagt die positive Nachricht kommt wie nicht an.
00:04:42: Warum, woher kommt denn die unbegründete Angst?
00:04:45: Die meisten Menschen haben keine persönliche Erfahrung mit schwerer Gewalt.
00:04:52: Und das ist gut so und es sollte auch nicht anders sein.
00:04:55: aber alle haben ein Bild davon wie gewalttätig es in der Gesellschaft zugeht.
00:05:00: Wo kommt es her?
00:05:02: aus der Medienberichterstattung bzw heute zunehmend aus den Social Media Kanälen werden die Bilder in die Köpfe gespült.
00:05:10: Und diese sind sehr eindrücklich, also heute bei einem großen Gewaltlinie gibt es ja keinen Entrinnen mehr vor den Bildern und Videos, die gemacht werden und die sehr schnell kursieren.
00:05:20: wir sehen dann auch sehr schnell wie brutal es zugeht wenn jemand zusticht beispielsweise was man früher so gar nicht ein Bildmaterial hatte.
00:05:28: und das ist etwas dieser starke Verfügbarkeit der Bilder, die schnelle Verfügbarkeit und auch die Internationalität.
00:05:36: Wir sehen natürlich heute genauso Bilder aus Australien wenn das passiert.
00:05:40: Und das macht was mit uns!
00:05:42: Das verändert unsere Einschätzungen, Einstellungen, das macht uns ängstlicher... Das macht uns auch wütender.
00:05:49: also das trifft insbesondere die Emotionen in uns.
00:05:52: Das hat sich verändert.
00:05:53: Sie haben gerade gesagt, die meisten von unseren Leben sind eben so eine Gewalt selber nicht zum Glück nicht.
00:06:00: Hat man dann vielleicht auch einfach mehr Angst, dass eine gesellschaft, die besonders sicher ist, vielleicht besonders empfindlich, wenn es um so einzelne Sicherheitserreignisse geht?
00:06:09: Weil wir dann ein bisschen Angst vom grossen Unbekannten
00:06:12: haben.
00:06:12: Völlig richtig!
00:06:13: Es ist natürlich jetzt nicht ein Plädoyer, das wir als Gesellschaft wieder unsicherer werden sollten und wieder mehr Gewalt zulassen sollten.
00:06:20: Das ist natürlich nicht, aber wir leben in einer sogenannten Sicherheitsgesellschaft, in der es darum geht... größtmögliche Sicherheit zu versprechen.
00:06:28: Und jedes Delikt, was passiert, widerspricht diesem Versprechen und zeigt uns das es Restrisiken gibt, zeigt uns dass es nicht die Gesellschaft völlig ohne Verbrechen gibt.
00:06:41: also es gibt nur ganz wenige Länder in der Welt wo es keine schwere Gewalt gibt.
00:06:45: das ist dann beispielsweise Vatikanstadt wo wir null Tötungsdelikte haben.
00:06:49: aber den allermeisten Ländern gibt es nun mal Gewalt.
00:06:52: Menschen sind emotionale Wesen und aus dieser Emotionalität heraus geschieht im Teil auch die Gewalt.
00:06:58: Also von daher sind natürlich dann jede Delikte, die passieren, sind auffällig und führen dazu das wir intensiv diskutieren, führen dazu dass wir auch verantwortliche finden wollen.
00:07:07: Da muss doch jemand was falsch gemacht haben wenn das passiert ist.
00:07:10: Und da sind dann die Diskussionen, die losdrehten und die näherinnen auch nochmal stärker das Unsicherheitsgefühl.
00:07:16: Wir wollen noch mehr das Versprechen von absoluter Sicherheit.
00:07:20: Sie haben schon das Internet angesprochen, dass sich die Informationen von der ganzen Welt mitbekommen.
00:07:25: Wie fest sind denn ihr als Medien dafür verantwortlich?
00:07:29: Wie sicherheitensgefühl der Gesellschaft ist?
00:07:32: Die Menschen bekommen ihre Information über... Gewalt, insbesondere aus den Medien.
00:07:36: Von daher könnte man fast sagen kann man gar nicht unterschätzen was die Medien und auch nicht überschätzen was die was die Medien dafür eine Rolle haben.
00:07:45: sie sind einfach enorm wichtig für das Bild von Kriminalität.
00:07:49: gleichzeitig sehe ich schon in der Schweizer Medienlandschaft eine hohe Verantwortung was Berichterstattung anbelangt.
00:07:56: also Man muss berichten, man berichtet aber ein Stück weit zurückhaltend.
00:08:00: Man versucht beispielsweise nicht zu sehr den Täter oder den Tätorin in dem Mittelpunkt zu stellen weil das kann zu Nachahmungs-Taten beispielsweise führen und man versucht einzuordnen, man versucht auch mit Experten ins Gespräch zu kommen, Expertinnen die das alles einordnen können.
00:08:15: also da sehe ich sehr viel verantwortlichen Umgang und es braucht es.
00:08:20: Aus meiner Sicht sind nicht die traditionellen Medien das Problem.
00:08:24: Problemen sind die sozialen Medien, wo all diese Einordnungen nicht mehr stattfinden, wo im Prinzip jeder zum Reporter zu Reporterin wird und reinschießen kann in die Kanäle was er gesehen hat gehört hat möglicherweise Und das ist glaube ich viel enthämter was da passiert Und das kann dann die Bilder über Kriminalität beeinflussen, ohne dass wir das noch kontrollieren können.
00:08:51: Wir haben den Zimmer der Gesellschaft im Allgemeinen, aber kann man diese vielleicht ein bisschen auseinander drösen lassen?
00:08:55: Gibt es Unterschiede, welche Gesellschaftsarten mehr oder weniger angestellt werden?
00:09:02: Kann man diese etwas unterteilen, demografisch oder gesellschaftlich?
00:09:06: Also wir wissen beispielsweise, dass sie mehr nah sind!
00:09:09: mehr Sicherheitsgefühl haben als Frauen, dass junge Menschen mehr Sicherheizgefühle haben als ältere Menschen.
00:09:16: Das heißt beispielsweise die beiden so zu demografischen Gruppen, die eigentlich mehr erleben, mehr Opfer werden.
00:09:23: Männer werden häufiger Opfer statistisch gesehen und Jüngeren werden häufige Opfer von Gewalt aber die haben weniger Unsicherheitsgefühlen.
00:09:31: Aber aus meiner Sicht sind diese Dinge nicht ganz so wichtig wie Persönlichkeitsmerkmal, also jemand der grundsätzlich eher ein ängstlicher Mensch ist.
00:09:38: Der ängsteigt sich auch vor der Kriminalität.
00:09:41: Jemand, der in seinen Umfeld mit Personen zusammen ist die Ängstlichkeit, die so Zorge vor Kriminalitätsentwicklung haben.
00:09:49: Der ist eher ängsterlich.
00:09:51: und was wir auch wissen Menschen, die in Stadtteilen beispielsweise aufwachsen wo es mehr Graffiti, mehr Unordnung gibt.
00:10:00: Also wo es so ungeregelt aussieht auch die haben mehr Sorge, Prokriminalität und haben mehr Unsicherheitsgefühle.
00:10:07: Jetzt hast du schon gesagt, wir hatten ja viele schwere und schlimme Erreignisse wie Aral, Gromontana oder auch Winterthur.
00:10:15: Warum hat denn solche Ereignissen eine viel grössere Wirkung auf unsere Sicherheitsgefühl als wahrscheinlich Statistis gesehen?
00:10:23: Viele häufigere aber unspektakuläre Delikte zum Beispiel in einem Überfall oder so?
00:10:28: Eigentlich müsste man jeden Tag mehrfach was über Ladendiebstählen lesen!
00:10:33: Weil die viel, viel heutiger Vorkommen.
00:10:35: Aber das hat alles keinen Nachrichtenwert weil sie so häufig vorkommen.
00:10:39: wenn es denn gemacht würde könnte ich mir vorstellen hätten die Menschen doch ein bisschen mehr Angst vor Laden, die Stehler oder anderen leichter Rände legten.
00:10:46: Es hängt damit zusammen wie darüber in der Gesellschaft gesprochen wird, wie darüber Bericht erstattet wird und da sind die seltenen Dinge, die auffälligen Dinge.
00:10:55: Die stehen natürlich im Mittelpunkt und über die reden wir teilweise wochenlang.
00:10:59: auch das erzeugt dann nochmal so einen Bild muss ja immer schlimmer zugehen.
00:11:03: aber wir reden eigentlich seit Wochen überein und denselben Fall, der dort stattgefunden hat und dann ist ein bisschen Ruhe und ein paar Monate später beginnt dann plötzlich der Gerichtsprozess, dann heißt wir reden wieder über den selben Fall.
00:11:15: Und die Fälle geben natürlich auch viel her.
00:11:17: also wenn ich jetzt gerade an Aarau denke wo man mehrere Tage so ein bisschen gerätselt hat was ist denn da überhaupt passiert?
00:11:23: und man hat so ganz stückweise Informationen bekommen.
00:11:27: das sind natürlich auch viele Menschen neugierig schauen hin wollen wissen was passiert da.
00:11:31: es hat eine unglaubliche Aufmerksamkeit und das trägt dazu bei dass diese seltenen Dinge dann auch so einen großen Einfluss auf unser Gefühl mit Blick auf Kriminalität und Sicherheit haben.
00:11:42: Aber ist unsere Unsicherheit oder unsere Angst manchmal auch?
00:11:45: oder meistens wahrscheinlich ein bisschen irrational.
00:11:49: Das Beispiel von dem Messerangriff in Winterthur, plötzlich ist man am Bahnhof Winterthur nachdem und hat irgendwie das komische Gefühl an diesem Bahnhof.
00:11:56: Aber die Chance, dass es genau dort wieder etwas passiert, ist ja wahnsinnig klein.
00:12:00: Theoretisch kann so etwas überall, egal wo ich bin, passieren, aber genau dort habe ich den Angst.
00:12:06: Ich werde das nur nicht als irrationale Bezeichnung, weil ein Stück weit die Menschen über ... Tausende funktionieren haben, ja Millionen funktionieren und uns ein Stück weit auch vor Gefahren immer wieder gerettet haben.
00:12:20: Diese Sorge und diese Zurückhaltung, diese Vorsicht zu haben das geht damit Ängsten einher dass man vorsichtiger ist.
00:12:26: also für mich ist es nicht irrational.
00:12:27: aber natürlich ist völlig richtig da sitzt am Winter in Winterthur nochmal sowas passiert.
00:12:32: die Wahrscheinlichkeit kann ich sagen ist null und trotzdem ist das im Bauch geht das immer mit einem mit weil wir die Bilder haben eben gerade weil wir so intensiv darüber diskutiert haben und trotzdem müssen wir uns dem ganz häufig aussetzen, weil wir keine Wahl haben.
00:12:46: Gerade die Pendeln, die müssen dann auch entweder ein Wintertor auf den Bahnhof.
00:12:51: Das heißt unsere Gedanken können unsere Gefühle dann durchaus wieder ein Stück weit zurechtweisen, weil sie funktionieren müssen.
00:12:58: Und das ist das was ich schon angesprochen habe.
00:13:01: über eine gewisse Zeit hinweg geht dann die Forst auch wieder zurück, weil leben müssen und uns dem aussetzen müssen.
00:13:09: Und wir merken dann beim uns aussetzen, ach es passiert ja gar nichts!
00:13:14: Wir werden ja gar nicht angegriffen ist ja doch einigermaßen nett hier am Wintertour Bahnhof und dann verschwinden nie ganz.
00:13:21: aber verschwinde die Sorgen wieder ein bisschen ganz unten rein in den Bau.
00:13:26: Ich bin mehr bei diesem Verschwinden, damit ich es nicht ganz sicher, ob das ein höchst Sicherheitsgefühl ist oder auch ein bisschen ignorant.
00:13:33: Ich mache jetzt ein Beispiel von mir selbst nach dem Fall in Aarau.
00:13:38: Denn ich wohne nicht so weit weg von AarAU und dort war es lange noch flüchtig.
00:13:44: Aber ich habe mir in keinster Weise jemals Gedanken darüber gemacht ... dass das mich noch enttangieren könnte oder meine Familien.
00:13:52: Das war nicht so weit weg von mir, und ich habe mir Gedanken gemacht.
00:13:57: Ist es weil ich so ein höchst Sicherheitsgefühl habe, in diesem Glaubenleben passiert ja sowieso nichts?
00:14:02: Oder ist es einfach wahnsinnig ignorant von mir?
00:14:05: Weil ich dem auch nicht zu einer Beachtung gebe.
00:14:08: Erst mal spannend!
00:14:09: Ich wohne nämlich auch nicht ganz soweit weg von wo's passiert ist.
00:14:13: Ich hab' mir selber auch weniger Sorgen gemacht.
00:14:16: Aber als meine Frau und mein Kind an dem Sonntag nachmittags wohin wollten, nämlich Freunde besuchen.
00:14:23: Da habe ich gesagt, passt auf!
00:14:25: Da läuft noch jemand oder da fährt noch jemand aus den Runden.
00:14:28: Und trotzdem sind sie gefahren.
00:14:30: also Sie haben sich am Ende auch weniger Sorgen gemacht.
00:14:32: Alltag hat wieder gewonnen, weil man sich natürlich nicht dominieren lassen möchte in seiner Freiheit davon.
00:14:38: Ich würde das nicht Ignoranz nennen sondern ich würde es auch hier nennen.
00:14:42: also erstens glaube ich sie und vielleicht auch meine Frau mein Kind haben erstmal ein niedrigeres Sorge-Niveau.
00:14:49: Also Sie machen sich sehr wahrscheinlich grundsätzlich nicht über alles sofort immer gleich die größten Sorgen, sondern haben auch gemerkt über ihr Leben ist funktioniert so viel gut dass es höchstwahrscheinlich auch hier die Polizei im Griff hat und wir uns deshalb keine Sorgen machen müssen.
00:15:07: Und der andere Seite ist, unser Geist hat dann schon gesagt, ich möchte mich jetzt nicht zu sehr beeinträchtigen lassen davon.
00:15:16: Ich möchte mein Leben leben!
00:15:18: Ich möchte die Dinge am Sonntag machen, die ich sonst mache oder deswegen mach' ich sie jetzt.
00:15:22: Zusammengefasst kann man sagen, das Sicherheitsgefühl ist gesunken aber die Sicherheit in der Schweiz... ist eigentlich grösser geworden.
00:15:30: Jetzt ist da ja eine grosse Diskrepanz hier, besteht auch Gefahr, dass wir als Gesellschaft immer mehr Sicherheit verlangen, obwohl die absolute Sicherheit gar nicht erreichbar ist?
00:15:41: Ja, wir eifern genau demnach – das sehen wir als ein Kontrecht in so einer individuellen Gesellschaft wie der Schweiz -, dass wir Sicherheit verlangten.
00:15:53: Die ist nicht absolut möglich.
00:15:55: Das darf man wirklich nicht aufhören, auch dazu zu sagen es kann immer etwas passieren und mit diesem Restrisiko zu leben ist schwer.
00:16:05: aber das Restrisik ist deutlich kleiner als beispielsweise bei einem Verkehrsunfall zu sterben und solche Einordnungen hilfen vielleicht ein bisschen mit diesem Restrisiko zurechtzukommen.
00:16:19: Jenseits davon muss man einfach sagen, Polizei andere Sicherheitsakteure machen in der Schweiz einen super Job versuchen immer ihr Bestes um Gefahren abzuwehren.
00:16:29: wir haben in den letzten Jahren hier das sogenannte Bedrohungsmanagement in vielen Kantonen aufgebaut d. h. gefahren werden frühzeitig erkannt und gebannt.
00:16:37: also auch Denke ich der Gesellschaft immer wieder sagen, hier wird sich professionell mit dem Thema Sicherheit beschäftigt in der Schweiz.
00:16:46: Weil ist das nicht auch mega gefährlich, wenn man die anderen versuchen kann, diese Perfektion reinzunehmen?
00:16:52: Man schafft dann so eine Angst-Szenarie, die gar nicht existiert.
00:16:56: Und da ist man ja mega schnell wieder keine Ahnung beim Bösen Asylsuchenden und beim gefährlichen Ausländer her.
00:17:05: Sehr richtig finde ich.
00:17:06: Ich mache mir wegen zwei Dingen Sorgen, die mit dieser Nullrisikogesellschaft verbunden sind.
00:17:11: Das erste ist tatsächlich das mal bestimmte ... Bevölkerungsgruppen pauschal eine Gefährlichkeit zuweist, die vielleicht überdurchschnittlich gefährlich auch sind.
00:17:20: Das geben die Daten ja her aber sie sind bei Weitem nicht alle gefährlich.
00:17:25: und damit fängt man an Bevölkerungs- gruppen zu diskriminieren in Ecken zu schieben.
00:17:30: das zweite Problem Menschen die diese absolute Sicherheit wollen geben am Wahltag ihre Stimme.
00:17:37: dann auch politischen Akteuren die diese Sicherheit versprechen haben im Übrigen nicht Taubermittel gegen Kriminalität.
00:17:46: Sondern die kommen dann immer wieder mit härteren Strafen, längeren Strafen fordern immer wieder die Härte von der wir wissen.
00:17:54: das macht eine Gesellschaft nicht sicherer sondern wir haben natürlich als Wissenschaft auch eine bestimmte Forschungszweig der zeigt wie sollten Strafen ausgestaltet sein?
00:18:03: was können man mit Tagperson machen?
00:18:05: dass sie weniger rückfällig werden.
00:18:07: Dem sollte man folgen und nicht denjenigen, die schreien hier.
00:18:11: Ich habe die Lösung und die besteht darin Gefängnisse zu bauen.
00:18:14: Zum Schluss?
00:18:15: Wie sicher ist denn die Schweiz im internationalen Vergleich?
00:18:18: Das ist gar nicht so einfach diese Frage zu beantworten weil dann bräuchte man gute Verkleiststatistiken.
00:18:24: Die gibt es eigentlich nur mit Blick auf Tötungsdelikte Weil sie in allen Ländern einigermaßen identisch erfasst werden.
00:18:31: Und da kann man sagen, da rangiert die Schweiz in den Top-Twenty Top-Twenty, das sichersten Länder.
00:18:39: Es gibt noch sichere Länder Japan beispielsweise gehört mit dazu.
00:18:44: aber es gibt ganz viele unsicherer Länder.
00:18:46: es gibt Länder die haben fast eine hundertfach erhöhte Mordwahrscheinlichkeit.
00:18:49: das sind häufig Mittel lateinamerikanische Länder und von daher kann man sagen ich weiß ist sehr sicher es wird viel dafür gemacht dass fällt einem auch nicht in den Schoß, sondern das haben wir als Gesellschaft auch mit erzeugt diese Sicherheit.
00:19:04: Und ich finde, da sollte man nicht müde werden der Bevölkerung zu sagen die Schweiz ist ein sicheres Land.
00:19:09: Die Top-Zwanzig finden jetzt nicht wahnsinnig heich oder hat schon eine Potenzion nach oben?
00:19:14: Hat es aber... Wir haben fast zwei Hundert Länder auf der Welt.
00:19:18: Nummer eins ist dann schwierig.
00:19:20: und da sind dann Länder natürlich mit kleiner Bevölkerung wo Tötungsdelikte natürlich dann auch recht unwahrscheinlich sind, wenn die Bevölkerung wie Vatikanstaat sehr klein ist.
00:19:30: Das muss man dann auch immer noch sehen.
00:19:31: da stehen überproportional so kleine Länder mit in der Rangliste.
00:19:36: Ich finde das Schweiz hat einen guten Platz Wenn man Deutschland kommt später bald weiß Frankreich kommt später.
00:19:43: Also es wird vieles gut gemacht.
00:19:45: Gleichzeitig haben wir hier Tötungsdelikte beispielsweise im häuslichen Bereich.
00:19:48: darüber haben wir noch gar nicht gesprochen.
00:19:50: Auch das ist ein.
00:19:52: Wir machen uns immer so ein bisschen Sorge was Draußen passiert doch recht viel drin in den vier Wänden.
00:19:58: Gerade Frauen haben ein gewisses Risiko, so eine Gewalt zu erfahren und das haben wir tatsächlich in der Schweiz noch nicht so gut in den Griff bekommen.
00:20:06: schwerer häusliche Gewalt bekämpfen von der es gibt Hausaufgaben heißt aber trotzdem schweiz ist sicher.
00:20:13: Das ist ein schönes Schlusswort Herr Bayer.
00:20:15: vielen Dank für diesen spannenden Gespräch.
00:20:18: sehr gerne Frau Wernley.
00:20:21: Wie geht es dir?
00:20:22: Wie sicher fühlst du dich in der Schweiz, wach Polizei und Politik im guten Job?
00:20:26: Schiebe uns deine Meinung in die Kommentare.
00:20:28: Wenn dir die Folge gefallen hat, lasst uns von euch Sterne hier.
00:20:32: Oder noch mehr würde ich mich über ein Abo freuen.
00:20:35: Mein Name ist Yasin Wendlich, danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
00:20:40: Durchblick – Die Wissenschaft hinter den Schlagzeilen.