Durchblick – der Wissenschaftspodcast

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Scientainment

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00:00:00: Der Durchblick wird unterstützt von Gebert

00:00:03: Räufstiftig.

00:00:05: Braune Wiese, verdröchnete Felder und wassallose Beiche – ein Bild, das mich alle täglich samt.

00:00:11: Tochenheit hat die Schweiz fest im Griff!

00:00:14: Es ist aussergewöhnlich trocken, weil die ganze Schweiz schon seit dem Frühling auf Regen wartet und zusätzlich ist es meistens viel zu heiss.

00:00:22: Ein Zustand, das sich leider noch länger nicht ändern wird – dann auch wenn es regional immer wieder gewittert, tragen manchmal lange nichts.

00:00:29: Die Situation bleibt angespannt!

00:00:31: Ist das einfach eine heftige Ausnahmesituation oder unsere neue Realität?

00:00:45: Mein Name ist Yasin Berndly und ich frage mich, müssen wir lernen besser mit unserem Wasser zu aushalten?

00:00:50: Weil es einfach nicht unendlich verfügbar ist.

00:00:53: Ich bin mir der wunderbare Luxus gewöhnt, dass das Wasser immer hier ist!

00:00:57: Ich mache den Hahn auf und es kommt sauberes Kühls- und trinkbares Wasser raus.

00:01:02: Und zwar immer dann, wenn ich das will.

00:01:04: Ist das eine Realität, die so vielleicht schon ein wenig mehr gibt?

00:01:07: Weil halt einfach so heisse Summen wie wir jetzt gerade einen erleben normal werden?

00:01:12: Ich würde gerne etwas genauer wissen, wie es um unser Wasser steht und redet darum mit Tobias Wechsler.

00:01:18: Er ist Hydrolog bei der eigenössischen Forschungsanstalt für Wald-, Schnee- und Landschaft WSL.

00:01:29: Guten Tag Frau Wenli!

00:01:31: Seit die Woche ist es mega heiss und regnet nicht oder fast nicht.

00:01:35: Das bedeutet tiefe Pegelständen, warme Gewässer, schwierige landwirtschaftliche Verhältnisse.

00:01:40: Jussegewöhnlich ist die Situation im Moment?

00:01:43: In der Schweiz, insbesondere im Mittelland, ersieht die Frühlinge von diesem Jahr eine ausgeprägte Trockenheit.

00:01:49: Die Niederschläge sind deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt.

00:01:53: Gleichzeitig sind Temperaturen häufig über den üblichen Wert in dieser Jahreszeit und statistisch gesehen legt die Werte gegen Ende Juni in einem Bereich, wo alle zwei bis alle zehn Jahre vorkommt – teilweise auch seltener.

00:02:08: Die Auswirkungen zeigen sich unter anderem in den trockenen Böden, in den tiefen Wasserständen von Gewässern und Grundwasser.

00:02:15: Die Situation hat sich in den vergangenen Wochen wieder verschärft.

00:02:19: Also es ist eigentlich nichts Ausergewöhnliches, darum alarmierend oder eben nicht alarmierender?

00:02:28: Es kommt darauf ab wie es weiter im Niederschlagsgeschehen aussieht.

00:02:32: Einzelne Bereiche, Sektoren in der Wasservirtschaft, gespürte Auswirkung bestimmt schon Von dem her, die Situation ist angespannt.

00:02:42: Sie haben jetzt gesagt, dass die Situation angespannend ist?

00:02:45: Wie lange und heftig müsste es denn regnen, damit wieder eine Normalität einkehren würde?

00:02:52: Kurzzeitige Niederschläge für bessere Situationen, für übergehende Gewässer reagieren schnell auf Regen.

00:02:58: Grundwasser- und tiefe Bodenschichten benötigen hingegen längere Regenerationen Und für eine nachhaltige Entspannung der Lage braucht es also länger anhaltende und grossflächige Niederschlagsereignisse.

00:03:11: Kann man denn jetzt schon von einer Türe schwetzen oder wenn ein Rhythmik kommt, kreit von einer Teureperiode?

00:03:18: Von Türen oder eben Trockenheit reden wir von einer Periode mit deutlich unterturchschnittlichem Niederschlag, die zum Wassereffiziten im Boden in Gewässer, in Grundwasserführungen und damit die natürlichen um menschlichen Systeme beeidrächtigen.

00:03:33: Dabei wird zwischen verschiedenen Arten von Trockenheiten unterschieden, die sich ihre Entstehung und Auswirkungen unterscheiden.

00:03:40: Zum Beispiel redet man von meteorologischen, landwirtschaftlichen oder hydrologischer Trockenheit.

00:03:46: Und wie konkret tut man das Unterscheiden?

00:03:49: Das kommt auch darauf ab, wie diese Trockenheid entweder entsteht oder wie sie sich auswirkt.

00:03:54: Bei einer hydrologischen Trockenheite hat man den Plan davon, wenn der Wasserstand in Flüsse oder im Grundwasser weit unter dem langjährigen Durchschnitt sinkt.

00:04:04: Dann sprechen wir von der hydrologischen Trockenheit.

00:04:07: Und haben wir jetzt etwas von diesen zwei Sachen?

00:04:10: Genau, also auf der nationalen Trockenheitsplattform vom Bund zeigt sich eigentlich über das ganze Mittelland, also von Iberto bis ganz nach ins östliche St.

00:04:20: Gallerietal sehen wir dass die ganze Mittellandsregion von einer extremen Trockenkeit betroffen ist und auch die Region Jura & Basel sind von einer extrem trockenen Betroffene.

00:04:32: Sie sagen, die Situation ist angespannt.

00:04:35: D.h.,

00:04:35: wir müssen uns langsam aber sicher Sorgen machen?

00:04:39: Für gewisse Sektoren in der Wasserwirtschaft ist die Situation stark angespannt, z.B.

00:04:45: hat schon einige Zeitungsartikel gegeben über Alpbetrieb, wo Kühe unerwartet früh wieder in diese freie Lage werden müssen, weil das Wasser und das Futter knapp geworden sind.

00:04:55: Die Schiffe auf dem Riechern können z.B.

00:04:57: nur noch dreißig bis fünfzig Prozent der üblichen Ladung transportieren, auch einzelne AKWs sind zwischenzeitlich drosselt oder vom Netz genommen worden.

00:05:09: Diese Auswirkungen sind entscheidend für einzelne Bereiche und können aber auch weitreichende Auswirkungen mit sich bringen.

00:05:15: Der Wiederverlauf von der anhaltenden Trockenheit hängt aus diesem Grund von den kommenden Niederschlägen ab.

00:05:22: Kann es dann passieren, dass wir zu Wasser rationieren

00:05:27: wollen?

00:05:27: Gäuse-Verteilfragen – wer wenn wie viel Wasser nutzen kann stellt sich natürlich heute schon.

00:05:32: Der Ressourcerwasser steht in der Schweiz unter starkem Nutzungsdruck.

00:05:36: Mit dem Klimawandel wird dieser Druck wieder zunehmen besonders in den Sommermorgen, denn wenn der Wasserbedarf am höchsten ist und künftig weniger Abfluss erwartet wird.

00:05:47: Ich bin mir gewohnt, dass Wasser in der Schweiz einfach immer hier ist.

00:05:51: Ich mache den Hahn auf und dann kann ich überall Wasser trinken.

00:05:54: Es ist super!

00:05:55: Und es ist immer verfügbar.

00:05:57: Ist das seit zwanzig Jahren auch so?

00:06:00: Klimasimulationen zeigen in der sessonale Unverteilung hinzu weniger Abflussmengene im Sommer und zunehmenden Abflassmengenen im Winter.

00:06:10: Das bedeutet...

00:06:12: Der Klimawandel wird erwartet, dass die Abflossmengener im Winter zunehmend und im Sommer abnimmt, also eine saisonale Unverteilung.

00:06:22: Und das ist insofern kritisch, weil halt die Wassernachfrage im Sommer am grössten ist und die Wassermenge direkt auch mit der Wasserqualität zusammenhängt.

00:06:34: Gibt es ausreichende Wasser, dass Konzentrationen abgesenkt werden können beispielsweise?

00:06:39: Dass ein überdurchschnittliches Allgewachtsum nicht begünstigt wird?

00:06:46: vertreibbare Ausmass-Lebid.

00:06:49: Das heisst, wir müssen unserem Wasserschloss ein bisschen Sorgen geben.

00:06:52: Habe ich das richtig verstanden?

00:06:53: Auf jeden Fall Wasser ist kostbar!

00:06:56: Verlieren wir vielleicht auch unser Status vom Wasserschluss von Europa?

00:07:02: Die Metapher des Wasserslosses Europas hat in der Vergangenheit immer wieder ein Symbol für den Wasserrichtung der Schweiz dient und hat andererseits unterstrichen ... welche Rolle die Schweiz im Umweltschutz und ihre Verantwortung gegenüber den Unterliegern wahrgenommen hat.

00:07:18: Dabei handelt es sich aber primär um eine Selbstzurschreibung der Schweiz, außerhalb von den Landesgrenzen kennt man diese bezeichnende Metapher nicht wirklich.

00:07:27: Von daher ist es primär von uns selbst abhängig ob wir in Zukunft uns mit dieser Metaphe identifizieren werden oder nicht.

00:07:35: Bezüglich zukünftiger Wassermengen zeigt unsere Simulationen dass das vor allem Wie vorhin schon gesagt, zu dieser sessonalen Unverteilung wird ein Zunahme im Winter und einen Abnahm im Sommer dann wenn der Wasserbedarf am grössten ist.

00:07:51: Jetzt die Abnahme im Sommer das heisst müssen wir auch ein bisschen lernen dass das im Sommer so eine Trockenheit wie es jetzt gerade handeln kann unser Alltag wird?

00:08:01: Lange Zeit hat den Wasserricht um in der Schweiz selbstverständlich gehalten.

00:08:07: Der Hitzesummen in der Jahr- und Jahrzehnte hat dann aber auch einen Auftakt von einer Serie von wiederkehrenden Trockenperioden markiert.

00:08:14: Beispielsweise im Jahr- oder Jahrzehn-Jahr-Jahre-Jährige, zum Beispiel im Jahr Zwei-, Zwanzig-Zwenzig-Drunden-Jahren-Jähren-Järgen-Jang-Jägern beobachten wir eine Intensivierung.

00:08:25: In der Schweiz wird seit dem Jahr-Jar-Jehren-Zweijer-Zwoie-Zwenk also seit vier Jahren Trockenheit als offizielle Naturgefahr anerkannt werden.

00:08:35: Klimaszenarien teuten auf eine Verstärkung der Beobachtungen hin.

00:08:38: Die Schweiz gilt als Hotspot vom Klimawandel mit Auswirkungen auf die Quässer, auf die akwatische Lebenswelt in den Gewässern und den Ufer aber auch für die ganze Wasserwirtschaft.

00:08:50: Das heisst wir müssen uns besser auf so trockenen Perioden vorbereiten?

00:08:56: Die Trockenperiode wie die aktuell, die zeigt uns wo der Schuh drückt und wo Anpassungsbedarf besteht.

00:09:03: Es ist wichtig aus solchen Ereignissen zu lernen und die Lehren effektiv in eine Praxis umzusetzen.

00:09:11: Neben Anpassungen an Klimawandel muss natürlich auch die wirksame Bekämpfung des Klimawandels im Vordergrund stehen weil jede wirksamem Maßnahmen ersparte uns eine zukünftige Anpassung.

00:09:25: Jetzt ist es aber so, dass unser Trinkwasser zum WC-Spielen genutzt wird.

00:09:29: Was ja bei einer Wasserknappe etwas absurde ist.

00:09:33: Ist das irgendetwas, was man genauer anschauen müsste und dort eine Umdenkenmessung finden

00:09:40: muss?

00:09:40: Klar, das klingt absurd, wenn wir Trinkwassers für die WC Spiele gebraucht haben.

00:09:44: Und bestimmt gibt's auch noch ein Potenzial um mit technischen Innovationen Vorschläge zu erzielen das Potenzial von Maßnahmen auszuloten und genauesertige Anpassungen unter anderem im Privaten bei uns zu integrieren.

00:10:00: Jetzt, wenn Wasser knapp wird, ist ihn hier geregelt?

00:10:03: Wer Vorrang hat, dass Landwirtschafts-, Strinkwasser-, Industrie- oder Stromproduktionen, wie wird das so gereglt?

00:10:11: In der Schweiz gibt es heute noch keine offizielle Priorisierung dafür, wie die Wasserverteilung gereglet wird.

00:10:18: Gewässerhohe hat Leid in den meisten Fällen bei der Kantone, bei wenigen auch bei den Gemeinden.

00:10:24: Eine nationale Wasserstrategie befindet sich im Anfangsstadium in der Ausarbeitung und genauso eine Strategie kann Unterstützung und Orientierung bieten bei solchen Fragen.

00:10:36: Ich finde es eigentlich noch spannend, dass so etwas erst in der Aussarbeitung ist, obwohl wir ja schon länger immer mit einer Trockenheit zu kämpfen haben.

00:10:43: Also sind wir hier ein bisschen hinein?

00:10:46: Ganz klar gibt es Regionen, die in der Vergangenheit stärker betroffen sind wie in der Schweiz.

00:10:51: In der Schweiz kann man startieren.

00:10:53: Die Trockenheit beschäftigt uns seit etwa zwanzig Jahren und erst seit vier Jahren wird die Trockenkeit national als Naturgefahr anerkannt.

00:11:02: Und ganz klar haben wir noch Potenzial gegenüber.

00:11:06: Es ist wichtig aus Erkenntnis, wie jetzt aus dieser Trockenheitsperiode zu lernen aber auch etwas anderem von anderen Ländern, die schon mehr Erfahrungen haben, dass wir Maßnahmen finden und wirkliches Volken umsetzen

00:11:20: können.

00:11:20: Jetzt würde ich gerne ein bisschen allgemein über unser Wasserschwetzen.

00:11:23: Woher kommt unser Wasser überhaupt?

00:11:25: Wie viel kommt aus Gletscher oder Schnee, Regen oder Grundwasser?

00:11:29: Wie ist das so aufteilt?

00:11:32: Beim Abfluss am Rhein sehen wir im langjährigen Mittel rund zwei Prozent ... Aus der Gletscher-Schmelze stammt, also eher weniger.

00:11:41: Und das konzentriert sich auch nur auf den Sommer sehr in grossen Teilen.

00:11:45: Also vierzehn Prozent stammen durch die Schneeschmelze und das ist insofern sehr wichtig.

00:11:50: Gerade in Zeiten, wo es heiss und trocken ist, kann diese Schneedecke zum Abschluss beitragen.

00:11:56: Unter rund sechzig Prozent stammten aus dem Niederschlagsgeschehen.

00:12:01: Das Niederschlaggeschehe ist einfach nicht ganz gleich verteilt,

00:12:04: d.h.,

00:12:05: wenn es länger nicht regnet ... Dann sind wir entsprechend anfälliger und verletzlicher.

00:12:11: Und heutzutage kann dort aber genau die Schmelze aus der sogenannten Krüosphäre, also aus Gletscher oder Schnee kompensierend wirken.

00:12:20: Fasernknappheit betrifft jede einzelne von uns?

00:12:23: Das ist ein wichtiges Thema.

00:12:24: Was kann jeder einzelnen von uns dagegen machen?

00:12:28: Natürlich kann jede Einzelperson zum Wassersparen beitragen, indem sie z.B.

00:12:33: keine unnötigen Grünflächen erwässert.

00:12:36: der Pool nicht regelmässig nachgefüllt oder auffüllt, den Auto nicht weistetut und so weiter.

00:12:42: Wichtig ist aber, dass man das grosse Bild im Auge paltet, wo wird wenn wie viel Wasser gebraucht entnohnt?

00:12:49: Und genau eine solche überwachende Feldmomente noch im Hochaufgelöse sind.

00:12:54: Da haben wir wirklich noch einen Nachholbedarf, weil genau mit solchen Grundlagen wird sie zukunftsmöglich sein, damit man evidenzbasierte Anpassungsmaßnahmen zur Bekämpfung von Trockenheit entwickeln können.

00:13:08: Jetzt meine Abschlussfrage, müssen wir Angst haben, dass die Schweiz irgendwann auszurechnen?

00:13:14: Wir erkennen jetzt bereits an der aktuellen Trockenheitsperiode, dass wir gefordert sind und dass wir erwartungsgemäß mit dem anhaltenden Klimawandel weiter mit dieser Thematik beschäftigt sein werden.

00:13:29: Nichtsdestotrotz, wir haben in der Schweizer Vorteil dass sich der gesamte Alpenbogen quer durch das Land durchzieht.

00:13:36: So werden die Luftmassen zwingend aufgestiegen, was die Niederschlagsbildung begünstigt hat.

00:13:42: Der sogenannte Orografisch-Niederschlag wird uns auch in zukünftige Karten spielen.

00:13:48: Allerdings werden wir mit der schumpfenden Gletscher und Schneedecke die heissen und trockenen Perioden weniger gut kompensieren können und sind darum vermehrt vom Niederschlag geschehen abhängig was zukünftig eine gewisse Verletzlichkeit mit sich

00:14:33: bringt.

Über diesen Podcast

Blick bringt Wissenschaft auf den Punkt. Tag für Tag rauschen Schlagzeilen über die Bildschirme und durch die Druckmaschinen. Doch hinter diesen Schlagzeilen verbergen sich oft tiefere wissenschaftliche Zusammenhänge. Durchblick macht sie sichtbar. Das Moderatoren-Team Sina Albisetti und Fabio Schmid spricht mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen und bieten dir in jeder Folge neue Perspektiven – fundiert, verständlich und nah am Zeitgeschehen.

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von und mit Blick – Jasmin Wernli & Fabio Schmid

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