Durchblick – der Wissenschaftspodcast

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Scientainment

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00:00:00: Der Durchblick wird unterstützt

00:00:02: von der Geber-Trüfstiftung.

00:00:05: Wir sind jetzt schon auf dem Weg dazu, die Gletscher zu verlieren.

00:00:08: Wir haben in den letzten fünfzehn Jahren schon tausend und zweihundert Gletschern komplett verloren.

00:00:14: Die

00:00:21: Schweizer Gletsche verschwinden im Rekordtempo.

00:00:23: Die aktuelle Hitzenwelle über die Schweiz rollt, spürt man auch auf drei tausende Meter.

00:00:28: Dort zeigt es das Thermometer rund einen zwanzig Grad an.

00:00:31: Der Schnee und das Einschmelzen sehr schnell.

00:00:33: Und darum ist der Gletscherschwundtag dieses Jahr schon am neunzwanzigsten Juni.

00:00:37: Mein Name ist Fabian Schmid, was genau den Gletscher-Schwundtag für ein Stichtag ist wie es um die Schweizer Gletsche steht und vor allem was zu verschwinden von dem Gletschen für dich und mich und unsere Umwelt bedeutet.

00:00:47: Das besuche ich jetzt mit Matthias Huss.

00:00:49: Er ist Gletscharforscher von ETH Zürich und Leiter vom Schweizer Gletschermessnetz GLAMOS.

00:00:58: Herr Huss, herzlich willkommen im Durchblick!

00:01:01: Danke für die Einladung!

00:01:02: Ja, Sie kommen direkt zurück vom Gletscher.

00:01:04: Wo waren sie genau?

00:01:05: Und wie ist die Lage vor Ort?

00:01:06: Ich war auf dem Rohnengletscher.

00:01:08: Die Lage von dort war natürlich sehr stachig schmälzig.

00:01:12: Kein Zeichen.

00:01:14: Ich finde es bei diesen Temperaturen nicht verwunderlich.

00:01:16: Eindrücklich war es, dass in den letzten zehn Tagen – seit meinem vollen Besuch – ein Meter an Eis auf der Zunge abgeschmolzen ist.

00:01:24: Ein Meter am Eis ging in dieser Hitzewelle verloren.

00:01:27: Und das ist schon sehr eindrücklich, um es live zu sehen.

00:01:31: Sie sind sehr nahe daran.

00:01:33: Was macht das emotional mit Ihnen zum Gletscher-Scherben so nahe?

00:01:36: Ich würde

00:01:38: sagen wir sind ein Stück weit dran gewöhnt.

00:01:41: Die Schmelzextremen sind nicht ganz neu, die hat sie letztes Jahr immer und immer wieder gegeben.

00:01:46: Darum sind wir ein Stück weiter darauf vorbereitet, dass es auch dieses Jahr wieder eintritt... ...und der Ronengletscher ist eine... Wo immer noch eindrücklich ist, auch wenn er schmilzt.

00:01:57: Er ist immer noch relativ gross.

00:01:59: Wir haben aber auch andere Kleinregelitscher, die wir messen machen und dort geht es wirklich ins Eingemachten.

00:02:03: Die verschwindet komplett zum Teil.

00:02:06: Die Messungen müssen man aufgeben.

00:02:08: Und dann macht einem das schon taurig, wenn man das mit da sieht wie ein Ort, wo man so viel besucht hat.

00:02:15: Irgendwann einfach ... verschwindet und sich in die Grölwürste verwandelt.

00:02:20: Wir haben gesagt, es ist eine riesige Hitze.

00:02:22: Welcher Moment wie warm waren Sie auf dem Rohnenglitz?

00:02:25: Ich kenne die Temperatur nicht genau, aber sie war sicher Tischwirt-Wetter gewesen.

00:02:28: Ich würde sagen, dass wir so ca.

00:02:29: von fünfzehn bis zwanzig Grad erreicht haben.

00:02:32: Also die Temperaturen, die für das Eis sicher nicht günstig sind.

00:02:36: Wie dramatisch ist jetzt die aktuelle Situation gesamthaft der Glitzer?

00:02:40: Haben Sie da irgendwelche Zahlen?

00:02:41: Es ist so, dass momentan die Gletscher ... Zusätze durch eine Hitzewelle.

00:02:46: In einem schlechten Zustand waren es schon vorher, wir hatten einen sehr schneearmen Winter und wenig Schnee heisst.

00:02:54: Schutzschicht für die Quetsche ist schlecht.

00:02:57: das heisst er verschwindet schnell und einst runterfängt da Schmelzen.

00:03:01: zudem haben wir schon Hitzewellen im Mai gehabt was eigentlich ein schlechter Monatis bei Hitze Wellen.

00:03:07: normalerweise gibt es dann sogar noch mehr Schnee obendrauf.

00:03:11: jetzt kommt die Jagdwelle dazu.

00:03:13: Das führt dazu, dass wir momentan so schlecht dran sind.

00:03:17: Ich bin gerade im extremen Jahr in den Jahren die Gledscherschmelze gebrochen worden.

00:03:25: Nächste Woche ist der bekannte Gledgeschwundtag.

00:03:28: Gehen Sie kurz erklären was das für ein Stichtag ist?

00:03:31: Der Gledeschwundtag beschreibt, wenn alle Schneereserfer über den Winter aufgebaut wurden ... weggeschmolzen sind.

00:03:39: Das heisst nicht, dass es kein Schnee mehr auf der Gletscher hat sondern dass die Schmelze ja weiter unten auf der Zunge stattgefunden hat das obendraan kompensiert.

00:03:48: Von diesem Gletscherschwundtag für den Rest des Sommers treibt jede einzelne warme Tarte dazu dabei, dass ein so vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten bildet worden ist und wiederruflich verloren geht.

00:04:01: Das heißt von jetzt an fängt eigentlich der Verlust von der Gletscher an und kann nicht mehr aufgeholt werden.

00:04:09: Normalerweise müssen die Gletscherschwundentage für einen gesunden Gletsche am Ende des Jahres, also am drissigsten September.

00:04:16: Wir sind jetzt drei Monate

00:04:19: zu früh.

00:04:19: Letztes Jahr war es schon am vierten Juli, auch recht früh, wenn man das vergleicht.

00:04:24: Endes Sommer wäre eigentlich optimal.

00:04:27: Es ist schon sehr bedenklich, wenn er jedes Jahr ein wenig für ihn rutscht.

00:04:31: Wie sehen Sie den Eindeutigen?

00:04:32: Das wird immer früher.

00:04:35: Letztes Jahr war es eigentlich der zweite Frühstück nach dem Jahr.

00:04:38: Jetzt haben wir den zweiten Platz dieses Jahres wieder eingenommen.

00:04:43: Es kommt eigentlich immer einfach eines extrem nach dem Nächsten und das ist in diesem Sinn schon unerwartet.

00:04:49: Der Klimawandel sagt schon, dass wir immer mehr Extreme haben aber dass die gerade alle so künftig kommen, das überrascht auch uns.

00:04:58: Kann sich Natur bei so viel Hitzesummer im Volk eigentlich noch erholen?

00:05:02: Ich habe nicht über die Natur als gesandhaft zu reden.

00:05:06: Dort sind natürlich ganz viele andere Systeme auch beteiligt, also Pflanzen und Tier- und Grundwasserspiegel.

00:05:14: Die Gletscher können sich nicht erholen.

00:05:16: Sie verlieren in jedem Jahr massiv an Eis.

00:05:19: Wir haben typischerweise in den letzten Jahren ... bis zu drei Prozent am Eissummerverlust in einem Jahr gehabt.

00:05:27: Im Jahr zwei, zwanzig sind es sogar sechs Prozent von allem Eiss, die in der Schweiz umgegangen ist und in diesem einen Sommer verloren gegangen ist, wo sie dieses Jahr hergeht, wissen wir noch nicht genau, aber das ist jetzt schon klar, dass man auch dieses Jahr wieder sehr viel Verlust hat.

00:05:42: Und damit kann man vor Erholung auf keinen Fall mehr reden.

00:05:45: Was

00:05:45: genau passiert eigentlich bei der Abnahme von Gletscher?

00:05:47: Schmilzt hier einfach das Eis weg oder gibt da wirklich ein System?

00:05:51: Ich würde nicht sagen, dass ein System kippt.

00:05:54: Das System, das kippte ist dann noch unten dran bei diesen Elementen vom Gletscherwasser abhandelt.

00:06:01: Wenn ein Gletschern schmilzt, dann ist dieses Eis einfach weg und wird durch Grölwürste gesetzt und vielleicht später auch wieder durch Vegetation.

00:06:11: Wir sind momentan in einem Prozess einer starken Änderung.

00:06:15: D.h.,

00:06:15: die Landschaft ändert sich, die Höherlagen verschieben sich ... Gletscher gehen in höhere Lagen zurück, aber gleichzeitig kommt auch Baumgrenzen zum Beispiel nah.

00:06:25: Und das hat natürlich eine ganz grosse Veränderung in verschiedensten Systemen zufolge.

00:06:29: Wie genau tun Sie das überwachen?

00:06:31: Wir haben verschiedene Variablen, die wir vermessen im Bezug auf Gletschern und Gesundheit.

00:06:37: Die wichtigste im Ariabrisch ist die sogenannte Massenbilanz.

00:06:40: Dort haben wir so Stammen oder Pegel, sagen wir dann, wo in der Oberfläche des Eises geboren sind und danach kann man ablesen wie viel Eis das im Verlauf von ein paar Tagen oder halt über das ganze Jahr hinweg geht.

00:06:54: Und damit kann man bestimmen, wie viele Kilogramm Eis eigentlich über ... der Verlauf des Jahres hinweg verloren geht.

00:07:02: Wir bestimmen jeweils auch, wie viel Schnee dazu kommt im Winter und mit diesen beiden Messungen Schnee und Schmelze kann man eigentlich ziemlich genau so stehen was Prozesse sind oder zu beitragen dass der Gletscher zurückgeht.

00:07:15: Gibt es noch Gletschern in der Schweiz die stabil sind?

00:07:18: Oder betrifft der Rückgang praktisch alle?

00:07:20: Der Rückgang

00:07:20: betriffe alle Gletschen in der Schweizer seit mehreren Jahrzehnten.

00:07:25: das heisst alle Gletchen verhalten sich Eigentlich gleich, weil die Klimaänderung überall in der Schweiz auch sehr ähnlich ist.

00:07:33: Gibt

00:07:34: es eigentlich einen Unterschied zwischen natürlicher Schwankungen oder Sötungen, welche durch den Klimawandel verursacht worden sind?

00:07:41: Es gibt sicher Unterschiede.

00:07:43: Man muss unterscheiden zwischen dem natürlichen Klimawandel und dem menschgemachten Klimawandan.

00:07:51: Die natürliche Klimaschwankungen gibt es... Immer noch, die hat es schon immer gegeben in den letzten Zehntausendjahren Millionen von Jahren.

00:08:00: Und diese Autoreben sind hier Veränderungen der Sonneinstrahlung und der Ärosolkonzentration in der Luft, wo die Strahlinge abhaltet.

00:08:10: Momentan weiss man aber sehr gut, dass der Mensch gemacht in Klimawandel.

00:08:13: Also der Treibhauseffekt, das angeheizt wird durch mehr CO² im Atmosphären ist ... die Erwärmung, die man jetzt sieht, zu neunundinzig Prozent bestimmt.

00:08:25: Das heisst wenn der Mensch nicht interagiert hätte mit diesem System dann würde das Klima momentan sogar leicht abkühlen oder zumindest stabil bleiben.

00:08:34: Das heißt vor diesen natürlichen Klimaschwankungen sehen wir momentan nichts.

00:08:39: Die Erwärtung ist wirklich rein auf den menschgemachten Klimawandel zurückzuführen.

00:08:44: Für unsere Gletscher in der Schweiz hätten wir Schweizer das alleine haben, gegen das Gletscherstärben anzukämen.

00:08:51: oder sind wir geografisch zu fest vernetzt.

00:08:54: Das ist ein grosses Problem!

00:08:57: Es kann kein Land auf der Welt werden, wenn es noch so gross ist, allein gegen dieses Problem angekommt.

00:09:04: und wir reden auch nicht von dem Problem Gletschensterben an sich.

00:09:07: Es geht um den Klimawandel, wo das Problem ist.

00:09:11: Der Rückgang.

00:09:12: der Gletscher ist ein Volk von dem Klimawandel.

00:09:15: Aber es gibt noch viele Folgen, die viel problematischer oder dramatischer sind wie Stachniederschläge und Überspämung und Teure- und Hitzenwellen.

00:09:23: Und die Gletsche leidet auch unter diesem.

00:09:25: Das heißt wir können das Klimawandelproblem nur in den Griff bekommen wenn man als weltweite Gemeinschaft zusammen arbeitet und am gleichen Schritt zieht.

00:09:36: Und da ist natürlich... Politik gefragt.

00:09:40: Aber trotzdem ist es so, dass auch jeder einzelne kann und muss beitragen – so viel wie's geht!

00:09:46: Und zusammen können wir den Turn-Arounder schaffen.

00:09:50: Aber wenn eben jedes Land und jede Einzelne sich selbst denkt, dann wird es schwierig.

00:09:54: Gibt es einen Kipppunkt, wo ein Gletscher gar nicht mehr zerritten ist?

00:09:57: Für uns... Alpengletscher gibt es nicht so richtige Kipppunkte.

00:10:01: Die reagieren ziemlich direkt auf die steigenden Temperaturen.

00:10:04: D.h.,

00:10:05: irgendwann ist er einfach weg, diese Kipppunkten kommen dann noch weiter unten, z.B.

00:10:09: auf die Wasserverfügbarkeit.

00:10:10: Da sind wir momentan gerade auf einem solchen Kipppunkt drauf.

00:10:13: Momentan geben Gletscher immer noch durch Schmelze sehr viel Wasser ab, weil sie sehr stark schmelzen und immer noch gewisse Größe haben.

00:10:21: In Zukunft – das ist schon relativ bald der Fall – werden die Gletschen zu klein sein, dass auch ... Wie heisst die Temperatur nicht mehr stark und schmelzt, nicht mehr viel Wasser abzugeben?

00:10:30: Und darum haben wir dann plötzlich relativ schnell viel weniger Wasser in dünre Perioden.

00:10:35: Wenn man es dringend braucht.

00:10:38: Wir können über andere Kipppunkte reden.

00:10:39: Die sind inner im Polarregion bei der grossen Eisschild in Grönland-Tantaktis.

00:10:45: Da gibt's wirklich Grenzen, wo auch Wärme gibt.

00:10:49: Was könnte passieren, dass das ganze Eisschild ... Zusammenbrechen in relativ kurzer Zeit und mit mehr Spiegellastung viel schneller ist als das normalerweise der Fall wäre bei typischem Schmelzen.

00:11:03: Also die Konsequenzen für Mensch und Natur, wenn die Gletscher verschwinden ist bei uns vor allem was man da unten im Tal merkt auch die Wasserversorgung?

00:11:12: Für uns in der Schweiz ist sicher eine von den wichtigsten Auswirkungen die Wasserverfügbarkeit.

00:11:17: Das betrifft einerseits das Wasser in der Flüsse, wo man auch braucht für Bewässerung oder Warentransport, eine Kühlung von Atomkraftwerk

00:11:27: z.B.,

00:11:28: aber natürlich auch Wasserkraft.

00:11:30: Bei euch in der Schweiz kommt fünfzehn Prozent der Elektrizität aus Wasserkräfte und viele dieser Stausee werden vom Gletszerschmelzwasser gespissen.

00:11:39: Die Frage wie gut diese Stauseen gefüllt sind ist immer wieder präsent weil ... Die bringt uns dann im Winter durch eine allfällige Stromammellage.

00:11:47: Und momentan springt die Gletscher genau jetzt die Bresche in diesem besonders starken Schmelzen, wenn es sehr trocken und heiss ist.

00:11:56: Damit könnte sozusagen der Füllstampf dieser Stau immer noch relativ hochhalten.

00:12:01: Aber wie ich gesagt habe, das ist ein Effekt, welches sehr bald verloren geht oder deutlich abnäht zumindest bei den Gletschern verleuert wird... mit dem Rückgang von ihrer Fläche das Potenzial, was so beizutragen, wenn man es nötig hat.

00:12:17: Und weil sie jetzt so schnell schmelzen wie Sie gesagt haben, ist halt auch Gefahren für eine Naturkatastrophe wie im Urgänger und so?

00:12:24: Das ist ein anderer Effekt, dass wir Naturgefahren haben vom Gletscher-Rückgang.

00:12:30: Dort machen wir ein bisschen stärker differenzieren.

00:12:32: Man kann nicht generell sagen, wenn's heiss wird, dann keihe die Gletsche runter oder wäre mir zu gefährlich.

00:12:38: Grundsätzlich hat sich mein Gletscher verschwindet, dann stellt es keine Gefahr mehr dar.

00:12:43: Es ist der Übergang, das kritisch ist und der Üergang führt dazu, dass man an neuen Orten unerwartete Situationen hat.

00:12:53: Der Fall von Platte im letzten Jahr war ein Beispiel dafür, dass wir an einem Ort eine sehr grosse Inschabilität hatten, die man bisher in diesem Sinn nicht als solche gekannt hat.

00:13:05: Man kann das rechtzeitig beobachten und damit vorwahren.

00:13:08: Das war eine ideale Situation, dass man die Leute evakuieren konnte.

00:13:12: Aber das Problem ist, dass wir diese neuen Gefahren stellen, die sich durch den Klimawandel ergeben, durch den Rückgang der Gletscher, durch die Schmelze vom Permafrost.

00:13:21: Dass man sie rechtzeitig erkennt und damit dann auch genau überwachen kann.

00:13:27: Gibt es realistische Szenarien, in denen man diesen Rückgang von dem Gletsch bremsen könnte?

00:13:31: Oder ist es schon zu spät?

00:13:33: Da müssen wir ein bisschen differenzieren.

00:13:34: Bei uns in den Alpen ist es zu einem grossen Teil leider schon gespart.

00:13:39: Wenn man jetzt wirklich schafft, das Pariser abkommen einzuhalten und die Welt ist CO²-neutral im Jahr twentyfünfzig dann könnte man die grössten Gletscher bei uns noch retten aber nicht so wie sie jetzt sind sondern einen viel kleineren Ausdehnung.

00:13:54: also

00:13:54: d.h.,

00:13:55: wir könnten alle die Gletsche an einem Jungfreie Hoch oben bewundern.

00:13:58: Aber diese Zungen, die wir so gut kennen, die wäre sowieso.

00:14:03: In diesem Sinn gibt es schon Szenarien, in denen man gletscher weltweit noch an einem beträchtlichen Teil rettet.

00:14:10: Das heisst mit starken Klimaschutz kann man die Polarenregionen noch bewahren und dort kommen eigentlich die ganz grossen Auswirkungen auf den Meeresspiegellastung her.

00:14:20: Der Meeresspielgelastung betrifft uns zwar nicht direkt aber er betriffe Milliarden von Menschen im Küstengebiet Globale Konflikte und Flüchtlingsströme schlussendlich wohl irgendwann auch uns in der Schweiz.

00:14:35: Das heisst, wenn wir unsere Gletscher in den Alpen nicht mehr komplett retten können mit Klimaschutz, dann sollte es trotzdem eine Sache sein, dass man das Klima eben so stabil wie möglich halten kann, um die langfristigen Grossräumungen auswirken zu kriegen wie möglich zu halten.

00:14:51: Hätst du jetzt gefühlt, dass die gesellschaftliche Geschwindigkeit dieser Veränderung ein bisschen unterschätzt hat?

00:14:56: Ja, die Geschwindigkeit ist natürlich schwierig zum Gesehen und Einschätzen.

00:15:00: Aber ich habe das Gefühl, je mehr Ereignisse gibt es, die man bis jetzt noch nie gesehen hat und wo auch näher sind, desto mehr realisiert man das.

00:15:09: Ich glaube Gletscher haben diese Kraft durch das Bild von diesem Rückgang, durch dieses Bild dieser Veränderung sozusagen die Botschaft vom Klimawandel zu transportieren und der Bevölkerung sichtbar zu machen.

00:15:24: Das Klimawandel ist eigentlich relativ abstrackt.

00:15:27: Man spürt das Klima nicht so direkt, außer gerade wenn es so heiss ist.

00:15:31: Aber das wird dann auch wieder mal kühler.

00:15:34: Also Gletscher können die langfristige Veränderungen vom Klima, diese Erwärmung sozusagen in ein Bild packen und das versteht jeden dass das Eis halt schmilzt, wenn es wärmer wird.

00:15:47: und vor allem sind wir Schweizer in gewissem Maße mit dem Eis verbunden dass die Gletscher gehören zu unserer Bergwelt und ein Stück weit auch zu unserer Heimat.

00:15:56: Wie sehen Schweizer Alpen in den nächsten fünfzehnt bis hundert Jahren aus, wenn es jetzt keine Gletsche mehr hätte?

00:16:02: Wir sind jetzt schon auf dem Weg dazu, diese Gletschen zu verlieren.

00:16:06: Wir haben in den letzten fünfzehn Jahren schon tausend zweihundert Gletschern komplett verloren und die Gebirgszüge, die früher noch einmal Gletscha hatten und jetzt keine haben ... Die wurden einfach zu grünwürstenden und grau geworden.

00:16:20: Das von weiss zu grau haben sie gewechselt.

00:16:24: Ich hoffe nicht, dass wir in den Fünfzig oder Hundert Jahren alle Gletscher verloren haben.

00:16:28: Ich hoffe, dass es globale Bestrebungen zum Klimaschutz GITU auch entsprechend umgesetzt werden.

00:16:33: Und damit eben die höchsten Gipfel auch in den fünfzig- oder hundert Jahren werden.

00:16:38: Dann werden die Gletschen her, die wir als einzelne Kind zeigen können.

00:16:43: Das würde dann entsprechend diese negativen Auswirkungen ein Stück weit abfedern.

00:16:48: Herr Hausdanken, für viel mal das spannende Gespräch und zu mitwirken beim Durchblick!

00:16:51: Bitte, gerne schön!

00:16:53: Wenn dir die Folge gefallen hat und du noch mehr von uns gehören willst, dann abonnier uns doch auf Spotify, Apple oder überall dort, wo du deine Podcast los ist.

00:16:59: Dann verpasst es sicher keine neuen Folgen mehr.

00:17:00: Mein Name ist Fabio Schmid.

00:17:01: Danke fürs Einschalten und bis zum nächsten

00:17:08: Mal!

Über diesen Podcast

Blick bringt Wissenschaft auf den Punkt. Tag für Tag rauschen Schlagzeilen über die Bildschirme und durch die Druckmaschinen. Doch hinter diesen Schlagzeilen verbergen sich oft tiefere wissenschaftliche Zusammenhänge. Durchblick macht sie sichtbar. Das Moderatoren-Team Sina Albisetti und Fabio Schmid spricht mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen und bieten dir in jeder Folge neue Perspektiven – fundiert, verständlich und nah am Zeitgeschehen.

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von und mit Blick – Jasmin Wernli & Fabio Schmid

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