Scientainment
00:00:00: Der Durchblick wird unterstützt von der Geber-Trufstiftung.
00:00:08: Vor einer Woche musste ich mich richtig über die Winde in den Seen zu kumpeln und bin auch sehr schnell wieder draussen gewesen.
00:00:15: Gestern konnte ich aber ohne Probleme eine Stunde verweilen können.
00:00:18: Die Gefühle ist die Temperatur des Zürichsäes in einer Woche um zehn Grad gestiegen, nur gefühlt oder auch statistisch gesehen.
00:00:35: Der Zürichsee in Wollishof am Sonntagabic und es ist erst Juni.
00:00:40: Die Zahlen zeigen schweizweit ganz klar, unsere Gewässer sind ausserordentlich warm, sie haben quasi Fieber.
00:00:47: Schon Ende Mai sind diverse ihre Körte geknackt worden, die Aare bei Bern ist mit über den Nünzen Grad so warm wie normalerweise erst im Hochsummer.
00:00:56: Die aktuelle Messwerte zeigen Entwicklung, die Forscher seit Jahren beobachten.
00:01:01: Die Schweizer Gewässer erwärmen sich rasant.
00:01:04: Seit vierzehn Jahren steigen Temperaturen an mit Folgen für Wasserstand und Trinkwasseraufbereitung.
00:01:12: Wieso wird schwieriger Schadstoff bei steigenden Temperaturen aus dem Trinkwasser zu filtern?
00:01:18: Wieso können Gewässertemperaturen, die warm sind, einen negativen Einfluss auf unsere Fruchtbarkeit haben?
00:01:24: und wie fest beschleunigen die Hitze-Perioden wie die aktuelle Entwicklung?
00:01:29: Mein Name ist Sinalbissetti.
00:01:31: Und diese und weitere Fragen beantwortet mir heute Alfred Wüest.
00:01:35: Er ist Gewässerphysiker und hat für den Bereich der EAVAC und der EPFL geforscht.
00:01:47: Herzlich willkommen im Durchblick Herr Wüst.
00:01:50: Guten Abend, Tag!
00:01:51: Bei einem Mensch ist Fieberer Ort Warnsignal, dass ihm Organismus etwas nicht stimmt?
00:01:56: Ist die stetige Erwärmung von unseren Gewässern also auch so ein Warn-Signal?
00:02:01: Es ist sicher ein Wernsignall, wie die Temperatur zunahme in der Atmosphäre.
00:02:06: Ein Warnssignal ist das natürlich auch ein Warrnsignal.
00:02:09: Das ist direkt miteinander verknüpft.
00:02:13: Die höheren Temperaturen in der Atmosphäre sind ein Abbild davon, dass wir mehr Sonneninstrahlung haben und höhere Temperature, die sich dann auf das Wasser auswirken.
00:02:26: Das heisst warum werden unsere Gewässer so warm?
00:02:28: Es korreliert direkt mit der Lufttemperatur.
00:02:31: also ich heisse es draussen ist umso schneller werden auch Zähne und Flüsse warm.
00:02:36: Das ist so, dass es direkt korreliert.
00:02:38: Aber das ist so auch, dass die Sonneninstrahlung natürlich eigentlich die Wärme auf der Erde runterbringt.
00:02:44: Und das ist eigentlich den Ursprung dieser Wärmung, sowohl in der Atmosphäre als auch im Wasser.
00:02:51: Es ist eine Sonneinstrahlig.
00:02:55: Wenn wir schon bei der Frage sehen, was diese Wärmie geführt hat, ist es auch ein veränderter Wetter, vor allem im Frühling.
00:03:04: Das hat damit zu tun, dass die Luftqualität in der Schweiz und generell in zentraler Europa deutlich besser geworden ist.
00:03:11: In den nachtziger Jahren kann ich mich noch gut erinnern wie viel, dass wir hohe Schadstoffgehalt in der Luft hatten, dass man sehr viel Nebel hatte.
00:03:21: Dass es trüb gewesen war, das hat natürlich die Sonne abgehalten und entsprechend zu tieferen Temperaturen geführt.
00:03:28: Und ein Teil dieser Wärmung, die wir heute haben ist quasi eigentlich, was man so will, einen negativen Effekt von der positiven Entwicklung.
00:03:38: Also auf die Qualität besser geworden ist.
00:03:41: Aber wenn eben alles bedingt wird vor den Saunen, wo wir ja im Moment diese Tage wirklich sehr viel haben kann man auch sagen dass die aktuelle Hitzeperiodengift für uns in Gewässern schon zu warm sind tendenziell?
00:03:54: Das ist
00:03:54: so... Das sind vor allem Fische, die natürlich darunter leiden.
00:04:03: Und das ist halt sehr unterschiedlich.
00:04:05: Gewässer erwärmen sich nicht überall genau wie ich.
00:04:09: Als extremes Beispiel Drohnen und Drei.
00:04:13: Drohne ist eigentlich eher kühler wenn es so extreme Temperaturen hat weil dann sehr viel Blätscher abschmelzen und entsprechend kommt da ganz kaltes Wasser.
00:04:24: Es gibt keine See auf dem Weg von der Rhône, es gibt kein See bis zum Gämpfensee und entsprechend bleibt das Wasser immer kalt.
00:04:34: Also die Rhônen werden nie mehr als zehn Grad warm.
00:04:37: Umgekehrt ist natürlich genau beim Rieh.
00:04:40: Dort haben wir lauter oberliegende Seen an der Bodensee.
00:04:45: Wir haben den Firmastettersee wie ein Ries in den Riehenfrühts.
00:04:51: Wir hatten Tunerseedielersee wo ... wie Arren in Rhee kommt.
00:04:56: Das sind alles vor Wärmbecken, wenn man so will.
00:04:59: oder das ist ein Becken, wo das Wasser lang bleibt und sich entsprechend erwärmt.
00:05:04: Auch Zürichsee via Limat in Rie.
00:05:08: Und dann im Basel unten kommt das nicht an alles zusammen und entsprechend haben wir dort die Temperaturen.
00:05:14: Leider über die twenty-fünf Grad im Sommer zu diesen Seiten.
00:05:18: Und gibt es hier nur noch eine Richtung oder können die Temperaturen auf lange Fristen auch wieder sinken?
00:05:25: Ja, das haben wir natürlich direkt mit dem Klima zusammen.
00:05:28: Wenn diese Wärme weiter zunimmt dann werden sie als Wassertemperatur zunehmen.
00:05:34: Wir können so sagen wenn die Lufttemperatur ein Grad zunimt Dann nimmt im statistischen Mittel die Oberflächertemperatur in den Gewässer um Null, acht Grad zu.
00:05:44: Gibt es dann auch eine Obergrenze oder Erfahrungswerte, bei der man weiss, dass das Wasser oder die Wassentemperaturen nicht mehr mehr
00:05:53: steigen?
00:05:53: Ja, von Wiesten angebieten, Aralsee und Tultermeer, wo etwa dreißig Grad ein Warmwerder ist.
00:06:02: Im Sommer haben wir uns etwas hinweisen, wie weit das umfört kann.
00:06:07: Ich denke bei uns ... Ist dann hier ein bisschen weniger, wenn wir vielleicht eher die tropischen Seen in Afrika oder so eine Masse haben, wo typischerweise sie den Nacht zu zwanzig Grad warm werden.
00:06:19: Und das liegt vor allem daran, dass wenn es Wasser an der Oberfläche warm ist, dann nimmt dort die Abstrahlung ab, also in der Nacht.
00:06:27: Der Verlust von in der Nacht quasi zurück ins Weltall, das nimmt massiv zu mit höheren Temperaturen.
00:06:36: Aus diesem Grund kommt man dann irgendwo einmal an ein Sättigungspost und ich denke, das ist wahrscheinlich eher so im Bereich der bäusevolle, ich schaue rund um zwei, sieben, zwanzig Grad oder so.
00:06:47: Also mich würde ich jetzt in den nächsten Jahren nicht erwarten.
00:06:51: Und wieso sind bei einem Gewässer schon zwei Grad Unterschiede im Mittelwärts viel?
00:06:57: Das hängt natürlich auch wieder ein bisschen von der Situation ab.
00:07:03: Wie sie, kann man generell sagen, dass die Fische eigentlich die Möglichkeit haben, ein bisschen grössere Tüfe auszuweichen.
00:07:11: Schon bereit zu sein in zwei-drei Meter Tiefe hat meistens doch schon eine tiefere Temperatur im Juni, wo das Wasser ja extrem stark geschichtet ist.
00:07:23: Das spürt man eigentlich auch beim Schwimmen, dass so in zwei, drei Meter tiefe Temperatur schon etwas tiefer ist sodass eigentlich die Fische mit der Möglichkeit haben, auszuweichen.
00:07:35: Das ist natürlich in einem flachen Wasser, im flachen Fluss, wo Temperaturen wahnsinnig schnell durchschlägt, weil nur wenig Wasser vorhanden ist zum Puffern.
00:07:49: Ein Flachswasser erwärmt sich viel schneller als ein Hüfteswasser und aus diesem Grund ... Diese Fische hat keine Fluchtmöglichkeit im Gegensatz zum Seen.
00:08:03: Darum ist generell die Auswirkung sehr unterschiedlich nach dem, wo wir sind in Basel und Rie.
00:08:13: Ist das ein Rechtsproblem für die Forellen zu überleben bei diesen Temperaturen?
00:08:20: Das eine sind eben Tiere, das andere ist auch etwas, was wir natürlich nicht so gerne haben.
00:08:24: Wenn wir in den See gehen und die Alge kommen oder man sagt immer wenn der See zu warm wird.
00:08:29: es hat ein Enten flöhen.
00:08:31: Passiert das jetzt alles früher schon im Sommer?
00:08:34: Ja ich habe generell davon aus gehabt weil das Wetter ja im Frühling generell besser geworden ist dass der Sonnen-Eister mit mehr Sonneninstrahlung vorhanden ist, wo ja schlussendlich für das Alkenwachstum verantwortlich ist.
00:08:47: Darum ist es tatsächlich so, dass sich die Produktion der Nase- und Machstum von den Algen eigentlich im Jahresablauf ein bisschen noch viel verschoben hat.
00:08:58: Jetzt haben wir eben über die Organismen geredet, die in den Gewässern ihr Stihai haben, aber das Ganze hat auch einen Einfluss auf Strinkwasser ... Machen die erhöhten gewisse Temperaturen mit unseren Trinkwasseraufbereitungen, warum machen sie schwieriger?
00:09:17: Ja generell muss man sagen dass wir mit dem Trinkwassern natürlich noch nicht so weniger stark betroffen sind.
00:09:26: Wir haben ja etwa vieles prozent und sehen uns sehr und die Fassungen sind immer tief.
00:09:31: also jetzt im Zürichsee, wenn wir das als Beispiel nennen, sind die Fassung in vierzig Meter tief.
00:09:37: und hier ist natürlich der sommerliche Erwärmung, die Sie hier letzte Woche festgestellt haben.
00:09:44: Die spielt keine Rolle.
00:09:46: Der andere grossen Teil ist das Grundwasser.
00:09:52: Das Grundwasser ist ein Abbild der mittleren Temperatur des Jahres-Temperatures.
00:09:58: Und diese hat natürlich schon ein bisschen gestiegen.
00:10:01: Das ist generell so, dass es um ein Grad wärmer wurde.
00:10:06: Aber wiederum wäre der sauberliche Erwärmung nicht direkt vor Betroffen, sondern wie gesagt ist mir ein Abbild von über einem Jahr oder sogar mehr.
00:10:24: Jetzt sind ja nicht nur die steigenden Temperaturen das Problem und dann auch die Trockenheit wenn es so lange ... Die Sonne ist schon zu Hitze periode hart und laut Daten vom Bund befinden sich die Wasserstände aktuell im unteren Bereich des langjährigen Mittels.
00:10:39: Was passiert dann, wenn weniger Wasser fließt in der Leitung?
00:10:44: Was natürlich kann passieren, ist in einer extrem trockenen Phase, dass irgendeine Region das Grundwasser an Anschlag kommt quasi überleiten von einem Gebiet, der noch genug hat.
00:11:00: Aber meines Wissens ist das jetzt in letzter Zeit nicht vorgekommen?
00:11:06: Ist es denn nicht so, dass tendenziell weniger Wasser fließt und die Schatstoffkonzentration steigt?
00:11:13: Dass die Schattstoffe im Trinkwasser dann auch weniger verdünnt sind?
00:11:17: In der Flüsse ist das tatsächlich so, dass wenn die Wasserstand sehr tief ist und es aus dem landwirtschaftlichen Einzugsgebiet kommt, wo Pflanzenschutzmittel angewendet wurden.
00:11:34: Wenn diese eingespült werden, sind sie in einem kleinen Wasservolumen verteilt und entsprechend steigt eine Konzentration.
00:11:44: Das ist richtig.
00:11:46: Das ist schon etwas, das die Schweiz im Vergleich zu anderen unterliegenden Ländern eigentlich davon profitiert, dass bei uns, dass wir ja eigentlich relativ viel Wasser haben im Vergleich zur anderen Länder und dadurch trotz intensiver Landwirtschaft.
00:12:01: Meistens noch die Grenzen werden noch einigermassen eingehalten werden, was natürlich in den Trockengebieten natürlich auch ... Es sind sehr schwierige Werte.
00:12:11: Aber jetzt werden sie im Rie und auch in den Seen, die in Rie abflüssen, steigende Konzentrationen von Trifloren anzutaten.
00:12:20: Also kurz TFA gemessen.
00:12:22: Die TFA gilt als Reproduktionstoxisch also schädlich für die Fruchtbarkeit und Entwicklung der Föte.
00:12:30: Wieso kann man diese Chemikalien nicht einfach herausfiltern?
00:12:33: TFA ist eine sogenannte Ewigkeitskemikalie und zusätzlich noch die Eigenschaft hat, dass sie extrem schwierig ist zu reinigen.
00:12:43: Im Gegensatz zu anderen problematischen Stoffen, die man an einem Aktivkohlen oder mit Ozone oxidieren kann, ist das im Fall von TfA extrem schwierig oder praktisch unmöglich.
00:12:57: Und schaffen wir hier auch neue Aufbereitungsverfahren?
00:13:01: Ist es am Forschen des Ebertrinkwassers?
00:13:04: Läuft es eher darauf aus, dass man vielleicht in der Schweiz künftig kein Haunenwasser mehr trinken wird, wenn's klimatisch gesehen so weitergeht?
00:13:13: Ja das hoffe ich natürlich schon nicht, dass es so weit kommt und da müssen wir ja unbedingt gegen die Steuer geben.
00:13:18: Bei den Kläranlagen haben wir ja eine klare Vision.
00:13:21: Das hat praktisch alle grösseren Kläralagen mit Mikro- und Reinigungseliminationen ausgerüstet werden.
00:13:28: also das ist meistens eine Ozoneoxidation.
00:13:33: Auf der Seite von den Haushalten, von den Queranlagen haben wir eine starke Reduktion.
00:13:40: Das Problem muss schwierig zu lösen sind die Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft.
00:13:47: Hier muss Forschung weiter in diese Richtung gehen, Substanzen zu entwickeln, die schnell abbaubar sind und weniger belastet werden.
00:13:57: Ja, das ist die grösste Herausforderung.
00:13:59: Und TFA gehört dazu?
00:14:01: Das ist ja auch ein Abfallprodukt quasi.
00:14:04: Es kommt aber auch der Pflanzenschutzmittel rein.
00:14:07: und wie gesagt, dass wir leider in den Kläranlagen sind, leider Trainigungs-Effekte im TFA nicht gut im Vergleich zu vielen anderen Substanzen wie z.B.
00:14:21: medizinische Produkte... Schmerzmittel oder so, die auf grosser Prozesse eliminiert werden.
00:14:31: Was wäre aus Ihrer Sicht die Lösung?
00:14:33: Wenn wir jetzt den Trend anschauen ... Man hat immer einen tieferen Wasserstand.
00:14:38: Die Gewässer erwärmen sich über die letzten vierzehn Jahre.
00:14:42: Wo muss es hingehen?
00:14:44: Also das Klima kann man nicht regional lösen.
00:14:48: Das ist ein Globalsproblem und da muss die Schweiz sicher ... mit unserem hohen Entwitzungsstand einen Vorreiterrollen übernehmen und Netto Null mit CO² gehen.
00:15:00: Das ist das, was wir zum globalen Spiel eintragen können.
00:15:05: Da sind wir ein relativ kleiner Brot in den Anteil.
00:15:08: Darum werden wir uns wohl oder übel mit dieser klimatischen Veränderung auseinandersetzen müssen.
00:15:16: Vielleicht gerade noch eine Frage zum Abschluss.
00:15:18: Könnte sich dann Gewässer auch an höhere Temperaturen anpassen?
00:15:22: Dass wir auf jeden Fall so passieren, das sehen wir ja auch bei den Wäldern und bei der Landökologie.
00:15:28: In der Natur ist es eigentlich gleich, was man macht, wenn ich es als Obkamp formulieren kann.
00:15:33: Die Natur tut sich immer an die Randbedingungen anpassen.
00:15:36: Es gibt auch eine Würsteflora.
00:15:38: Natur findet immer ein Weg, sich zu arrangieren.
00:15:42: Und was aber passiert ist, dass sich natürlich die Zusammensetzung von den Organismen oder den Pflanzen und der Fauna ... Die Gewässer sind vor allem Fisch.
00:15:54: Da wird sich sicher eine Sammelsetzung im Verlauf der Jahre ändern, z.B.
00:16:01: in den Flüssen.
00:16:02: Die sind stark betroffen davon.
00:16:05: Sie können aussterben.
00:16:06: bei uns in der Schweiz, wenn es weiterhin so ...
00:16:10: Ja, das hat sich nicht.
00:16:11: Aber in gewissen Streckenbereichen kann es da zuerst passieren, dass es einem so ein Problem wird.
00:16:21: Danke Ihnen vielmals für die Einblick und das Gespräch Herr Wieste!
00:16:25: Prima,
00:16:25: schönen Tag wünsche
00:16:26: Ihnen!
00:16:28: Mein Name ist Zinaldi Seti und ich hoffe, ihr könnt bei diesen heissen Temperaturen doch noch einige Massen kühlen hoffpalten.
00:16:35: Und habt irgendwo in der Nähe im Fluss oder im See, wo doch noch ein bisschen abkühlung ist.
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00:16:46: Ich sage danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
00:16:49: Durchblick die Wissenschaft hinter den Schlagzeilen.