Scientainment
00:00:00: Der Durchblick wird unterstützt von den Geber
00:00:02: der Rufstiftung.
00:00:05: Diese Woche finden Aero radiometrische Messflüge in der Schweiz statt.
00:00:08: Dabei messen die nationale Alarmzentrale vom Bundesamt für Bevölkeringsschutz mit speziell ausgerüsteten Superpumas vor Schweizer Armee, die natürliche und die künstliche Radioaktivität aus der Luft.
00:00:28: Bei diesen Messflügen werden verschiedene Regionen überflogen.
00:00:31: Unter anderem rund um Kernanlagen wie Kernkraftwerk Beznau und Leibstadt sowie zwischen Lager Zwilack- und Baulscherrer Institut.
00:00:40: Das Ziel ist, Referenzdaten zur Strahlungsbelastung zu erheben und gleichzeitig die Einsatzbereitschaft vom Messsystem zu testen.
00:00:47: Aber wie genau funktionieren diese Messungen?
00:00:49: Und wie wichtig ist sie für unsere Sicherheit?
00:00:52: Mein Name ist Fabio Schmid und diese noch weitere Frage kläre ich jetzt mit Christine Poretti.
00:00:56: Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin vom Fachbereich Radiaktivität, Nationale Alarmzentrale und Ereignisbewältigung und Leiterin der Messorganisation.
00:01:09: Frau Poretti, herzlich willkommen im Durchblick!
00:01:14: Vielen Dank für die Einladung und den Gruß auch an alle Zuhörerinnen und Zuhörer.
00:01:17: Frau poretti, warum sind diese Flüge nötig?
00:01:22: Einerseits brauchen wir solche Früge, um Messdaten zu gewinnen, Erfahrung zusammen und auch Training zu wecken.
00:01:28: Und der andere Hauptgrund ist ja auch dass wir sicher sein müssen, dass wir einsatzbereit sind.
00:01:33: Das gilt für das Mess-Team sowie auch die Ausrüstung.
00:01:38: Also was messen Sie genau?
00:01:39: Es ist nicht hoffentlich so, dass jetzt irgendeine Radioaktivität bei einem AKW ausgeweichen ist oder so...
00:01:46: Nein, nein.
00:01:47: Also grundsätzlich wir haben einfach eine sehr empfindliche Detektor die im Ladebuch vom Helikopter einbaut und diese missgrundt sich die Radioaktivität an Boden aus der Luft.
00:01:59: Und das Ziel ist nicht irgendwie so künstliche Radioaktivitäten.
00:02:03: Wir messen einfach die Radioktivität und aufgrund Auswertung können wir eben schauen was die Ursprung von dieser Radioaktiverität
00:02:09: ist.
00:02:10: Und wie würden Sie jetzt vorgehen wenn einen auffälligen Wert gemessen wird?
00:02:15: Wir können sagen, dass während der Flug – es gibt immer zwei Operatoren von Stadtbundesrat Naza, also unsere militärische Verstärkung die in real-time eine Auswertung durchführen.
00:02:25: Und wenn Sie schon während der Flüge etwas feststellen haben sie die Möglichkeit mit den Piloten zu sprechen und dann kann man zum Beispiel noch einmal drüber fliegen um zu schauen ob irgendwie diese Anomalie wieder gemessen wird.
00:02:39: Fast ein Fall ist, aber wir haben immer noch die Möglichkeit, Nachträge nach dem Flug auch am Boden mit anderen Mitteln diese Anomalie zu überprüfen.
00:02:47: Sie müssen ja eine natürliche und künstliche Radioaktivität.
00:02:50: Wo ist genau der Unterschied?
00:02:53: Natürlicher Radioaktivität ist diese, die natürlich vorkommt.
00:02:57: Wie z.B.
00:02:58: dieses im Gestein oder kommt von Weltall.
00:03:01: Ingegenkünstlicher radioaktivitäten ist diese durch menschliche Aktivität erzeugt wird wie zum Beispiel Kentrafwerke oder Beschleuniger.
00:03:09: Und eben für die künstlichen Radioaktivedaten machen wir diesen Flug über den genannten Kernkraftwerk.
00:03:16: Wo fliegen darüber so um die natürliche Messung?
00:03:19: Ja, im Beispiel gerade diese Messkampagne sind wir am Montag im Gotthard-Massiv geflogen.
00:03:25: Dort sind eben geologisch interessante Gebiete sehr mit viel natürlicher Radioaktivität also den berühmten Uran und Thorium.
00:03:34: Diese sind eben wissenschaftlich sehr interessant weil es gibt eine starke Signal und auch für unsere Operatoren sind auch besondere Flüge zum fliegen auf die Piloten sehr hohe Flughöhe.
00:03:45: Und es ist wirklich spannend, die Auswertung dieser Gemüse zu machen.
00:03:50: Honi, dass Sie jetzt fest ins Detail müssen – wie verbreitet sich Radioaktivität?
00:03:57: Es gibt verschiedene mögliche Pfadene.
00:04:01: Die radioaktivitäten, also ich meine viele kennen sie verbreiten sich hauptsächlich über Luft.
00:04:05: Also zum Beispiel nach einer Kernanlageumfall verbreitete sich Die radioaktive Partikel, je nachdem wie groß sie sind gehen sie weiter oder weniger weit.
00:04:16: Es gibt auch diese die schneller verschwinden.
00:04:19: also wissenschaftlich sagt man zerfallen nachher aufwecken.
00:04:25: eben Luft ist sicher eine der Hauptfaden.
00:04:27: dann gibt es auch Möglichkeiten via Gewässer oder Boden.
00:04:30: und eine andere Möglichkeit dass wir immer betrachten müssen, ist die Nahrungskette.
00:04:37: Wenn die Kontamination am Boden ist, wird irgendwann auch zum Beispiel die Lebensmittel kontaminiert und dann in diesem Fall wird eben die Realität aufgenommen im Körper.
00:04:51: Und flügt ihr denn ja vor allem auch dazu um die Einsatzbereitschaft und dem Aero Radiometrieteam zu testen?
00:04:57: Und auch ausrüstig zu testern?
00:05:00: Wann kämmt ihr denn die Ausrüstung im Ernstfall zum Einsatz?
00:05:03: Sie müssen denken, die Reduktivität in der Schweiz wird ständig überwacht.
00:05:07: Also wir haben automatische Netze, die ständig die Redaktivität messen und wirklich im zehn Minuten Rhythmus.
00:05:13: Das heißt wenn irgendetwas wäre, sagen wir jetzt in der Schweiz werden wir das ziemlich schnell merken.
00:05:19: was noch dazukommt ist vor allem auch die Nazis international sehr verknüpft Und wir bekommen dort auch sehr schnell Informationen von Ausland sowie auch Messresultate.
00:05:32: Wir sehen irgendwann vielleicht, dass es einen Gefahr gibt und in einem solchen Fall könnte man solche Mittel zum Beispiel einsetzen.
00:05:40: Den Vorteil von die Selcopter ist einfach sie erlauben eine flächendeckende, lückenlose und vor allem schnelle Übersicht über die Adoptivität.
00:05:48: Also wenn so ein Wert jetzt hoch ist und uns gefällt aber Sie tun ja wie alle zehn Minuten das ja auch wir sind sie up to date.
00:05:56: Aber wenn jetzt einmal so ein Wert würde ich Ihnen ausschliessen Was wäre das Schlimmste, was könnte passieren?
00:06:04: Ja also grundsätzlich eben wir haben ziemlich tiefe Alarmwerte und wir haben noch Warnwerte damit wir uns schon vorgewarnt werden sagen wir so.
00:06:14: Und wir haben einfach wirklich Massnahmen die innerhalb weniger Stunden auch vor Ort stattfinden können.
00:06:19: Das heißt wenn eine Sonde ein Alarm ausschlägt oder können wir noch Leute vor Ort schicken und diesen Alarm überprüfen lassen.
00:06:26: Aber in solchen Fällen ist schon geabt, ab und zu zum Beispiel jemand etwas auf einer Baustelle, die los ist.
00:06:31: Und dort entsteht für die Bevölkerung kein Gefahr.
00:06:34: aber es ist trotzdem wichtig dass wir vor Ort gehen und diese Werte überprüfen.
00:06:39: Seit wann findet ihr Flug eigentlich statt?
00:06:41: Und hättet ihr noch einmal ein aussergewöhnliches Ereignis gegeben während so Testflüge?
00:06:47: Seit fourhundneunzig finden diese Messflügel unter den Leitungen der Nutz Und das ist eben in die sogenannte Einsatzorganisation Redaktivität eingebunden, also in diese Messorganisation.
00:07:04: Ich kann sagen, in dieser Zeit haben wir nie etwas Außergewöhnliches geabt.
00:07:08: Also wir haben schon interessante Sachen gefunden, aber sie sind einfach alle im Rahmen was zu erwarten ist oder was schon bekannt ist.
00:07:16: Ich spreche jetzt vielleicht vom Cäsium, zum Beispiel im Tessin oder das Mess können wir immer noch messen.
00:07:24: Teilweise sind einfach Spuren auch von Chernobyl-Full Out.
00:07:29: Es ist einfach alles schon Sachen die wir noch erwarten also im Rahmen, was du erwartest.
00:07:34: Nicht außergewöhnlich so!
00:07:37: Wie hoch sind die Kosten dieser Flüge?
00:07:39: Haben alle Komponente mit Einrechnung also Pilot, Messgerät, Spezialist
00:07:43: etc.?
00:07:45: Also ich kann sagen, es gibt keine effektiven Kosten für das PAPS.
00:07:49: Wir haben eine Leistungsvereinbarung mit der Armee und dort.
00:07:54: man muss auch sagen diese Mittel hat auch verschiedene Zwecke und ein ist auch also für die Armee ein wichtiges Mittel für den Truppenschutz und Truppen-Sicherheit.
00:08:07: Und man muss sich auch denken Es ist auch eine Art Win-Win Situation weil brauchen diese Messwerte, aber die Luftwaffe fliegt.
00:08:15: Er bildet die Piloten aus und es sind sehr schwierige Flüge auch für die Pilote.
00:08:19: Und das ist genau eine guten Training auch für den Piloten.
00:08:22: Die Helikopter müssen sowieso fliegen und das ist wirklich auch eine Win-Win Situation.
00:08:28: Also ist es ja auch schwierig zum Flügen?
00:08:30: Weil die Messgerät extrem schwer sind.
00:08:33: oder was sind da so Details von dem Messinstrument?
00:08:38: Ja also das Messsystem selber wiegt ungefähr dreihundert Kilo, also nicht unbedingt wenig.
00:08:45: Und was noch dazukommt eben der Superpoomer ist schon eine ziemlich große Helikopter hat eine super Leistung als ich meine vor allem was die Flugzeit betrifft.
00:08:54: den Punkt ist einfach um unsere Messungen so gut zu machen und detailliert.
00:08:58: also wir haben immer eine konstante Flughöhe die in der Regel ist drei unter vier also neunzig Meter überboden und das heißt der Pilot muss eben die Topografie verfolgen Und das ist nicht unbedingt so trivial und einfach.
00:09:13: Dazu gibt es noch, dass wir geben die Gebiete fest was genau geflogen werden muss wegen mir sogar die Fluglinien,
00:09:20: d.h.,
00:09:20: er muss die Fluglinie folgen, die Flughöhe folgen... Das ist auch nicht selbstverständlich.
00:09:27: Was passiert mit den Messdaten?
00:09:29: Die Messdate werden schon während der Flug ausgewertet von den Operatoren, die onboard sind.
00:09:36: Nachher erfolgt eine detaillierte Auswertung am Boden,
00:09:39: d.h.,
00:09:39: nach der Landung bekommen wir die Messresultate und wir können innerhalb weniger Minuten die Mission importieren in unserem Laptop am Boden.
00:09:47: Danach kann eben eine detalierte Auswertungen durchgeführt werden und ich sage, innerhalb einer Stunde oder so haben wir schon ... mehr detaillierte Informationen.
00:10:00: Unsere Ziel ist immer nachts am Ende der Messkampagne, das wäre in dem Fall diese Woche.
00:10:05: am Freitag publizieren wir uns schon unsere Kurzbericht mit den Erkenntnisse von dieser Woche und mit allen Messresultaten und dazu erfolgt nachträglich noch eine wissenschaftliche Berichte.
00:10:17: aber dass er folgt einige Monate später durch das Polscherren-Institut.
00:10:21: Sind Sie vor Kurzem erwähnt, Gernobyl?
00:10:24: Wie lange kann man so eine Reaktorkatastrophe noch nachmessen?
00:10:28: Das hängt stark von den Boden ab.
00:10:31: Also das heißt wie der Boden sich bewegt.
00:10:34: also ich meine es gibt zum Beispiel im Waldgebiete ist das offentlicht.
00:10:38: in der Regel kann man öfter etwas sehen sagen wir so In stadtlichen Gebieten und so wird sehr schnell verschwindet, wird überdeckt oder abgewaschen.
00:10:51: Im natürlichen Gebiet wie eben Waldgebiete kann man schon lang messen.
00:10:56: Man muss denken die Halbwertzeit das heißt die Zeit in der Aktivität die Hälfte wird ist dreißig Jahre beim Chernobyl und jetzt es ist eigentlich schon eine ganz Abwehrzeit
00:11:07: durch.
00:11:08: Aber wie gesagt, Spuren von Cesium kann man immer noch in der Schweiz finden.
00:11:15: Das letzte Ereignis, das ich mich nicht erinnern kann, ist in Australien vor drei Jahren passiert.
00:11:20: Es war ein spektakulärer Fall, wo eine radioaktive Kapsel verloren ging – so ganz kleine Kapseln.
00:11:27: Mögen Sie sich noch an diese Geschichte erinneren?
00:11:29: Und wenn ja, könntest du kurz erklären und fragen, ob etwas in der Schweizer auch passieren
00:11:36: kann.
00:11:38: Zum Punkt, was ist genau passiert?
00:11:41: Es war ein kleines Präparat.
00:11:43: Die eigentlich transportiert werden musste.
00:11:46: Also die Strecke war schon ziemlich lang, also mehr als tausend Kilometer und wenn ich richtig in den Kopf habe das Problem war eben aufgrund der Vibrationen haben sich die Schrauben ausgelöst und diese Kapsel ist unbemergter vom Lastwagen auf die Straße gefallen.
00:12:04: Die Quelle wurden tatsächlich nach, also später wieder gefunden mit Messgeräte eben weil sie da eigentlich stark bestrahlt.
00:12:14: Was zu sagen ist dass ich bin der Meinung das etwas so sollte in der Schweiz nicht passieren oder darf nicht passieren sowieso und sollte auch nicht weil wir haben sehr streng gefordert für den Transport.
00:12:27: Es muss sowieso alles deklariert sein und sobald auch große Quellen, es gibt auch eine Polizeibegleitung und die Vorgaben sind wirklich sehr streng.
00:12:39: Ich glaube viele Leute in der Welt fragen sich wie kann das sein dass etwas so passiert ist?
00:12:46: Und so kann ich auch noch sagen, wir haben auch eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Kantonen.
00:12:50: Sie sind teilweise auch mit der Messgeräte ausgerüstet.
00:12:53: Wenn wirklich etwas so wäre, dann könnten wir auch sehr schnell auf diese Ebene eine Suchaktion starten.
00:12:59: und aber ich erwarte wirklich nicht dass etwas in der Schweiz passieren könnte.
00:13:05: Wie gut wären die Schweiz eigentlich auf ein niederwartetes Nuklearse-Ereignis vorbereitet?
00:13:11: Ich habe vorher gesagt, die Redaktivität wird in der Schweiz ständig überwacht.
00:13:15: dazu Abend wird noch, wenn etwas passiert die Möglichkeit mobile Messmittel aufzubieten von verschiedenen Partnerorganisationen.
00:13:22: Es sind einfach alle Partner, die normalerweise schon täglich mit der Radioaktivität zu tun haben und dass wir abends so in eine Organisation eingebunden, dass wenn etwas ist können wir sie schnell aufbieten.
00:13:34: Und wir üben wirklich jährlich mit ihnen und das Ziel ist wirklich, dass wir eine sehr schnelle Reaktionszeit haben.
00:13:40: also es gibt gewisse Mittel die innerhalb einer Stunde wirklich vierundzwanzig dreihundertfünfundseißig Tage abwahrbereit sind und können eben der Standort sehr schnell erreichen.
00:13:52: Die NATZ verfolgt auch ständig die Lage, national und international.
00:13:56: Und eben das heißt auch diese Vorsorge spielt eine wichtige Rolle.
00:14:01: Aber was werden die größten Gefahren jetzt realistisch in der Schweiz könnte passieren?
00:14:05: Also
00:14:05: ich erraube mich auf unsere nationale Risikoanalyse, die das PAPS vor Kurzem auch publiziert hat, die Version Und dort ist es so, dass ... Es gibt zwei Szenarien, die ich meine, man nennen kann.
00:14:21: Das sind den Pandemie und die Stromangelage, das sind im Moment die höchsten Risiken, also wurde so beurteilt, dass sie in der Höchste Risik für die Schweiz sind.
00:14:34: Um diesen Schlussfolgerung zu erreichen, hat das PAPS das Ganze analysiert mit nationalen und internationalen Erfahrungen.
00:14:42: Und eben auch nachher die potentielle Schäden beurteilt.
00:14:45: Frau Poretti, danke Ihnen vielmals für dieses spannende Gespräch und zum Mitwirk beim Durchblick!
00:14:50: Ja, danke!
00:14:51: Ich bedanke mich für die Interesse, es ist spannend und bis ein anderes Mal!
00:14:56: Wenn dir die Folge gefallen hat und du noch mehr von uns gehören willst, dann folge es doch auf Spotify, Apple oder überall dort wo du deine Podcast lasst.
00:15:03: Dann verpasst ihr sicher keine neuen Folgen mehr!
00:15:05: Mein Name ist Fabian Schmid, danke fürs Einschalten.
00:15:08: und bis zum nächsten Mal!
00:15:10: Durchblick – Die Wissenschaft hinter den Schlagzeilen.